feind und freund

wie nah feind und freund oft beieinanderliegen, kann man auch beim spaziergang durch den heimischen garten erkennen. während wir die einen liebevoll hochpäppeln und umsorgen, gehen wir mit der „buckligen verwandtschaft“ gerne roh und grausam um. wobei der feind es bei mir noch relativ gut hat, denn alleine schon wenn ich an das unkraut entfernen denke, habe isch rücken und bin plötzlich mit vieeeeeeel wichtigeren dingen beschäftigt.

ein paar der bekanntesten feind-freund-bilder habe ich hier mal gegenüber gestellt.

da hätten wir zum einen die wühlmauswolfsmilch (euphorbia lathyris). wie es der name vermuten lässt, soll sie vertreibend gegen wühlmäuse wirken. von wegen! die verwandte des weihnachtssterns (euphorbia pulcherrima) lässt sich an allen möglichen und unmöglichen stellen im garten nieder, sonst macht sie nix.

ganz ähnlich sieht es mit dem kreuzkraut (senecio erucifolius) aus. das ist zwar aufgrund seiner ähnlichkeit mit dem geliebten ruccola seit diesem sommer sehr populär, wird aber dennoch nicht geliebt wie das silberblatt (senecio cineraria).

mein unkraut highlight des vergehenden jahres war übrigens der schwarze nachtschatten (solanum nigrum). hätte ich nicht eine seite über nachtschattengewächse aufgesetzt, dann wäre mir der giftzwerg wohl nicht weiter aufgefallen. während unsere tomaten von der braunfäule dahingerafft wurden, hat er sich munter im garten ausgebreitet …

… da pflegt phytophthora infestans wohl andere feindschaften wie als ich.

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