bergmolch (triturus alpestris)

die artenvielfalt in der mannheimer gartenanlage sellweide erstaunt mich immer wieder. so hat sich doch gestern ein bergmolch (triturus alpestris) in unsere regentonne (!) verirrt. wie die auch unter dem namen alpenmolch bekannte amphibie dort hineingelangte, ist mir ein absolutes rätsel. entdeckt habe ich sie, als ich eine ertrunkene maus entfernte.

bergmolche besiedeln im frühjahr tümpel und teiche um sich zu paaren und ihre eier abzulegen. diese werden einzeln an den blättern von wasserpflanzen befestigt. mit den hinterbeinen klappt das weibchen das blatt um, sodass eine art tasche entsteht, die das ei umhüllt. im gegensatz zu kaulquappen, die sich überwiegend vegetarisch ernähren, stehen die molchlarven nur auf tierische kost, wie z. b. wasserflöhe, mückenlarven otter tubifex.

ist die paarungszeit vorrüber, dann verlassen die erwachsenen bergmolche das wasser und leben an land. sie sind nun nachtaktiv und benötigen eine feuchte umgebung, damit ihre haut nicht austrocknet. um ihre nahrung als solche erkennen, muss sie sich bewegen.

bergmolche zählen zwar nicht zu den gefährdeten tierarten, sind jedoch geschützt.

nach seinem kleinen ausflug in unsere regentonne, habe ich triturus alpestris in den teich verfrachtet. bei 30 grad im schatten wäre er an land in wenigen minuten ausgetrocknet. so konnte er sich dann im schutze der nacht vom acker machen.

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es handelt sich hier übrigens um ein männliches tier, zu erkennen an den punkten am schwanz. während der paarungszeit sind die männchen auf dem rücken blau-grau gefärbt, die seiten sind weiss und mit schwarzen punkten überzogen. weibliche bergmolche sind etwas unscheinbarer, ihre rückenfärbung ist braun, mit graugrünen flecken. die unterseite beider geschlechter ist orange.

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