Schusterpalmen (Aspidistra)

Schusterpalmen (Aspidistra) sind ein leider in Vergessenheit geratener Zimmerpflanzenklassiker. Sie gelten als nahezu unkaputtbar und sollen angeblich auch noch in der dunkelsten Ecke gedeihen. Die Gattung Aspdistra beinhaltet ca. 80 Arten und eine Menge Kulturformen, zum Teil mit weiß-gelblich gestreiften otter gepunkteten Blättern. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet liegt u. a. in China.

Es handelt sich hier in der Tat um Pflanzen, die Schatten, bzw. indirektes Licht lieben. Sie wachsen tatsächlich auch noch in der dunkelsten Ecke, dementsprechend sehen sie dann aber auch aus. Möchte man seine Wohnstube jedoch mit schönen und kräftigen Schusterpalmen schmücken, dann platziert man sie hell, bis halbschattig, ohne direkte Mittagssonne. Morgen-, Abend- und Wintersonne werden vertragen, aber bei einer zu langen Besonnungsdauer, vor allem während der Mittagsstunden, bleichen die Blätter aus.

Schusterpalmen gelten eigentlich als Zimmerpflanzen, einige Arten wird jedoch eine Frostresistenz von bis zu -15° nachgesagt. So werden sie z. B. in England gerne als Gartenpflanzen kultiviert. Was liegt also näher, mal auszutesten, wie ihnen unser mildes Pfälzer Klima bekommt.

Platziert habe ich sie hinter dem Garteneibisch, dort haben sie es tagsüber schön schattig und erhaschen gegen Abend ein paar Sonnenstrahlen. Um auf Nr. Sicher zu gehen, werde ich sie über Winter mit etwas Laub abdecken. Und um auch ganztotalvoll abgesichert zu sein, habe ich natürlich nur ausgewildert, was ich doppelt habe. V. l. n. r.: Aspidistra sp. (unbekannte Art, die sehr nach eine A. typica aussieht.), Aspidistra sichuanensis „china sun“, sowie eine Aspidistra elatior.

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