Misteln (Viscum)

Nein, Misteln (Viscum) sind in unserem Garten nicht zu finden, die Fotos unten entstanden auf den Streuobstwiesen der Mannheimer Reißinsel. Unser Chef würde im Dreieck springen, wäre einer seiner geliebten Obstbäume von Misteln besetzt. Aber warum eigentlich, denn beim genauen Betrachten handelt es sich dabei um ganz aparte Pflänzchen. Der verästelte Wuchs, die weißen Beeren und die kleinen gelben Blüten machen schon was her.

Ok, Misteln schmarotzen ein klein wenig, es handelt sich hierbei um sog. Halbschmarotzer, die einen Teil ihrer Nährstoffe von der Wirtspflanze abzapfen. Aber dafür behalten sie auch das ganze Jahr über ihre Blätter und erfreuen einen im Winter mit ihren Beeren. Verbreitet werden sie übrigens durch Vögel.

Wäre es nicht schön völlig zugewuchert, dann würde ich mir ja mal einen kleinen Apfelbaum ins Wohnzimmer stellen und es mit der Mistel als Zimmerpflanze versuchen.

Sollte sich eines Tages doch mal ein Mistelchen auf einem unserer Bäumchen niederlassen, dann kann dem Cheffe die Hutschnur darüber gefahrlos hochgehen. Es wird ihr nämlich eine blutdrucksenkende Wirkung nachgesagt.

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