normandie impressionen

zwei drittel des mannheimer schrebergartenteams waren in der letzten woche in der normandie unterwegs. eine hälfte davon auf den spuren des d-day und die andere hälfte (moi) in botanischer mission. das ließ sich übrigens sehr gut kombinieren, denn viele der d-day stationen befinden sich im freien.

neben spannenden wildpflanzen – die böse zungen auch gerne mal als unkräuter bezeichnen – hat die normandie auch für zierpflanzenliebhaber viel zu bieten. denn man gibt sich dort echt mühe in sachen gartengestaltung. zudem scheint das klima, bedingt durch den golfstrom, etwas milder zu sein, sodass auch pflanzen gedeihen können, die es etwas wärmer mögen.

für hortensienliebhaber ist die normandie das paradies, denn die wachsen in fast jedem garten in vielen sorten und farben. ebenfalls häufig anzutreffen, waren stockrosen und bergenien.

wen es mal in die ecke verschlägt, dem kann ich den besuch des botanischen gartens von caen empfehlen. nicht nur weil man dort ohne eintrittsgebüher einlass erhält, sondern vor allem wegen einer großen sammlung von gewächsen aus der region.

wer es gerne verzaubert mag, für den ist der jardin d’art et d’essais genau das richtige. der „verwunschene“ garten von ccile maitrot war übrigens mein botanisches highlight. zum glück hatte ich keine schaufel dabei, da gab es nämlich einige raritäten, die sich auch in unserem garten seeeehr gut machen täten könnten.

etwas enttäuscht war ich von der französischen küche, zumindest was das gut bürgerliche preissegment betrifft. so lieblos zubereitetes essen, zum teil geschmacklos aufgrund von salzmangel, hat man mir schon lange nicht mehr serviert.

was beim essen am geschmack fehlte, hat man dann dafür auf die alkpreise draufgeschlagen. die halbe bier war im lokal für 6 bis 7,50 öcken zu haben. beim wein und schnaps sah es ähnlich aus.

aber süßkran können sie. das hat mich dann am ende doch noch versöhnlich gestimmt.