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feind und freund (2)

vor einiger zeit hatte ich an dieser stelle mal berichtet, dass pflanzen die wir mögen oder hassen, oft nah mit einander verwandt sind. das gilt übrigens auch für tiere, wie z. b. schnecken.

posthornschnecke vs. nacktschnecke

besonders die nacktschnecken sind ja bei der gärtnernden bevölkerung extremst unbeliebt. denn, anstatt sich um die vertilgung von absterbenden pflanzenteilen zu kümmern, naschen sie lieber vom zarten grün.

ihre unter wasser lebenden verwandten, wie z. b. die posthornschnecken oder die blasenschnecken, erledigen diesen job par excellence.

wer schon einmal versucht hat, ein dicht bewachsenes nano aquarium von algen zu befreien, weiß von was ich hier schreibe.

hier leisten die kleinen kriecher echt gute dienste. seit ich sie habe, pflege ich meine becken getreu dem motto “management by delegation”. lediglich einen teilwasserwechsel oder das absaugen von allzuviel mulm muss ich noch übernehmen.

das dem so ist, verdanke ich einem zufall. ich habe mir durch neue wasserpflanzen eine posthornschnecke eingeschleppt. die hat ein wirklich seeeeeehr vernachlässigtes becken innerhalb von nur wenigen tagen fast komplett von den algen befreit.

das tierchen ist mittlerweile nicht mehr alleine und ich habe mir für die haltung von anderen wasserschnecken noch weitere becken zugelegt. die webseite dazu, befindet sich gerade im aufbau.

exotenauspacking

mit exoten im garten ist es so eine sache. selbst wenn sie gut frostverträglich sind muss es nicht bedeuten, dass sie auch einen langen und vor allem nassen winter bei uns überleben. immer wieder schmunzeln muss ich deshalb, wenn einige anbieter – die mit den ganz bunten katalogen – pflanzen als winterhart auszeichnen, nur weil sie bei einem grad minus noch nicht die blätter hängen lassen.

das ist, neben der oft schlampigen aber dafür phantasievollen benennung der pflanzen, einer der gründe warum ich dort nichts kaufe. zumal es genügend anbieter gibt, die sich die mühe machen, die pflanzen botanisch korrekt zu bezeichnen und dazu noch informationen zu den geeigneten klimazonen bieten.

doch zurück zu unseren exoten.

im letzten jahr haben wir eine hanfpalme (trachycarpus fortunei, syn. wagnerianus) und eine banane (musa basjoo) ins mannheimer gärtchen gesetzt. beides jungpflanzen, um mal zu testen, wie sie sich so machen.

die hanfpalme soll bis zu -17 und die banane bis zu -12 grad aushalten. selbstverfreilich mit winterschutz. diesen habe ich aus fließhauben, schilfmatten, laub und ein paar tomatenstäben im herbst 2010 angefertigt.

diese woche ging es nun an das auspacken der pflanzen. da war die spannung natürlich eine große. die banane ist (erwartungsgemäß) komplett zurückgefroren. wenn man der literatur und den angaben des anbieters glauben schenken darf, müsste das rhizom im boden überdauert haben und demnächst neu austreiben.

die hanfpalme scheint auch überlebt zu haben, aber mit einigen frostschäden. die betonung liegt auf scheint, denn sagen kann ich das erst, falls sich wachstum einstellt.

sollten sich unsere exoten nicht wieder berappeln, dann bleibt das ein versuch. denn es gibt weitaus spannendere pflanzen, die zum einen mit unserem klima zurechtkommen und weitaus weniger arbeit machen.

die ersten früh- und die letzten winterblüher

in sachen frühfrühblühing haben im pfälzer gärtchen in diesem jahr mal wieder die krokusse (crocus) die blütenblätter vorne. die schneeglöckchen und die winterlinge sind erst dabei sich zu entknospen.

bereits seit dezember fleissigst am blühen, sind unsere frühlings-alpenveilchen (cyclamen coum). deren bestand wird sich demnächst vergrößern, um eine weiß und eine rot blühende sorte.

teneriffa september 2010

ein teil aus dem mannheimer gärtchen weilte während des septembers (mal wieder) für ein paar tage auf teneriffa. das schöne ist, dass wird dort verwandtschaft und somit die möglichkeit haben, auch an entlegenere orte zu gelangen.

die wenigen landschaftaufnahmen lassen es erahnen, wir sind mal wieder über stock und stein gestolpert. die insel ist zwar furztrocken, hat aber botanisch dennoch viel zu bieten.

beinahe einen pflaumensturz bekommen habe ich, wie als ich in der nähe der höllenschlucht (barranco del infierno) plötzlich inmitten blühender meerzwiebeln (drimia) stand. so ein pflänzchen hatte ich nämlich erst wenige tage vor meiner abreise erworben. so hat mich das schicksal mal wieder davor bewahrt, raubbau an der natur zu betreiben.

i plant a tree

das anpflanzen von bäumen, kann man im internetz ja an verschiedenen stellen veranlassen. wer dazu beitragen möchte, das deutsche land aufzuforsten, kann das bei plant a tree machen.

auch moi hat dort ein (firmen)profil. weitere infos dazu gibt es hier: jetzt aufbäumen!

wenn väterchen frost im herbst die erste party feiert …

… dann freut sich der kompost, denn er wird nun gefüttert. wie in jedem jahr, haben mich die ersten minusgradnächte wieder wie aus heiterem himmel erwischt. die bilder unten zeigen die verluste aus dem mannheimer gärtchen. es sind aber nicht alle pflanzen wirklich tot, zum teil sind nur die über der erde wachsenden teile erfroren.

die “wichtigen” pflanzen habe ich bereits in der letzten woche eingekellert. die engelstrompete (brugmansia) darf wieder in meiner toilette überwintern. sie macht sich nämlich sehr gut als klorollenhalter.

mundraub

einen interessanten link habe ich heute auf abnehmen-ganz-leicht.de gefunden. es handelt sich um mundraub.org. diese seite bietet eine übersichtskarte mit wild wachsendem obst, in die man auch eigene fundstellen eintragen kann.

mundraub

eine sinnvolle sache, wie ich finde. obwohl ich mir vorstellen kann, dass sich vögel und wespen nicht sonderlich freuen, wenn wir ihr beguemes happahappa abernten …

die bebeinerte hutwurmraupe

die bebeinerte hutwurmraupe ziert das pfälzer gärtchen. sie hat dort aber nicht den platz inne, den sie eigentlich verdient: in exponierter lage. stattdessen fristet sie ihr dasein in einer dunklen ecke unter der pergola.

an der hutwurmraupe lässt sich unschwer erkennen, dass nippesdesigner nicht von diesem planeten stammen. denn weder ein wurm, noch eine raupe mit beinen, kam mir lebend jemals vor die augen. sieht irgendwie aus, wie als hätte man versucht, einen molch einzukreuzen.

das fencheltier

leider hat der fenchel im mannheimer gärtchen unseren wunsch, er möge doch bitte saftige und leckere knollen ausbilden, nicht berücksichtigt. stattdessen war ihm wohl eher nach “ich wachse munter in die höhe”, sodass die pflanzen über einen meter hoch wurden.

so entspricht der geerntete fenchel rein optisch eher einem urzeitlichen krabbeltier, wie als leckerschmecker gemüse. etwas holzig scheint er wohl auch zu sein, wie mir aus gut informierten kreisen zugetragen wurde.

heilige kühe

uns schrebergärtners haftet ja der ruf an, die gärten mit allerlei nippes zu verschandeln verschönern. stibimmt sag ich da nur und es wird zeit, dass auch die öffentlichkeit daran teilhaben kann.

neu im pfälzer garten ist diese installation mit dem namen “lass die kuh in ruh, denn die kuh ist heilig”. witzigerweise werden die apart gestalteten rindviecher genauso gerne von fliegen besucht, wie ihre vorbilder aus fleisch und blut. im gegensatz zur essbaren variante, sind sie jedoch geruchsneutral und pflegeleicht.

gartenpflanzen
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