viehzeugs

amselkinder

im amselnest im mannheimer garten ist derzeit schwer was los. die vier jungvögel halten ihre alleinerziehende mutter ganz schön auf trab. sie muss füttern, den kot abtransportieren und uns anschnauzen, wenn wir dem nest zu nahe kommen.

der größe nach zu urteilen, sind unsere amselkinder in ein paar tagen flügge, dann kehrt wieder ruhe ein unter unserer pergola. schade eigentlich …

bambus-windspiele

für die dekoration des mannheimer schrebergartens mit nicht wachsenden exponaten (umgangssprache: nippes) ist unsere herz- und busenfreundin margot zuständig. eingebracht hat uns das bis jetzt einige buddhafiguren, eine keramikente, mehrere plastikameisen und zwei bambus-windspiele. anfangs war ich ja etwas skeptisch, die klimperteile betreffend. denn unsere nachbarn auf beiden seiten stehen ebenfalls auf lautstarke gartendekoration und lullen uns mit maulwurfsummergeräuschen im minutentakt ein.

meine skepsis konnte ich mittlerweile ablegen, denn die bambus-windspiele machen sinn. wenn auch nicht wirklich für uns menschliche bewohner, aber für die solitärbienen. diese auf den ersten blick wie keine hummeln aussehenden insekten haben sie nämlich als nistplatz auserkoren.

sie befüllen die bambusröhren mit pollen, legen ihr ei darin ab und verschliessen sie dann. weitere infos zu den tierchen gibt es hier.

eidechsen minis

während in anderen gärten die frösche ihr “unheil” treiben, erfreuen wir uns über die jährliche eidechsenbabyinvasion. das ist übrigens die zeit, in der auch bei mir muttergefühle hochkommen. denn eins der derzeit ungefähr sechs zentimeter grossen tierchen durfte ich aus einem spinnennetz befreien. zwei weitere fand ich in unseren regentonnen und habe sie vor dem ertrinken gerettet. die vierte hat den versuch darin den freischwimmer zu machen leider nicht überlebt.

junikäfer (amphimallon solstitialis)

wenn man sich derzeit während der dämmerung auf eine wiese begibt, dann kann man der flugschau des junikäfers (amphimallon solstitialis) beiwohnen. ich tippe ja mal darauf das die viecher in sachen schnackseln unterwegs sind. dabei scheinen die so geil und unvorsichtig zu sein, das man sich durchaus das eine otter andere käfertierchen mit der hand aus der luft greifen kann. was ich dann auch reflexartig getan habe (ganz dumme angewohnheit aus meiner kindheit).

die lebensweise des junikäfers ähnelt der des maikäfers. die larven verbringen drei jahre im erdreich, wo sie bevorzugt graswurzeln anknabbern. die ca. 1,5 zentimeter grossen adulten tiere ernähren sich dann von blättern.

junikäfer sind übrigens auch hier in mannheim stadt zu finden. bei einem abendlauf entlang des neckars hing mir vor jahren sogar mal einer am shirt.

amselkinder

am mit efeu zugewucherten zaun des pfälzer gärtchens hielten sich gestern zwei amselkinder versteckt. das eine fand mich wohl so vertrauenswürde, das ich mich ihm bis auf ca. einen meter nähern konnte. es verbrachte den ganzen mittag an diesem platz und beobachtete das treiben im garten. zwischendurch wurde es von der mutter gefüttert.

gegen abend unternahm klein amseli dann seine erste flugstunde und flatterte unsicher bis zum nächsten strauch. so ganz ungefährlich war das nicht, denn das amselkind hat sich einen sitzplatz direkt über dem teich ausgewählt.

schwarze mückenlarven

schwarze mückenlarven sind mir bereits seit jahren bekannt, als vitaminreiches futter für aquarienfische. im zoofachhandel sind sie lebend, gefroren otter getrocknet zu erhalten. da sich die aqauristik bei mir auf ein nano aquarium mit ein paar wasserpflanzen reduziert hat, finde ich für sie derzeit keine verwendung. das scheinen die viecher gerochen zu haben und sie machen sich nun in unseren regentonnen unverschämt breit.

es handelt sich dabei übrigens um stechmückenlarven. diese haben keine kiemen, sondern beziehen ihren sauerstoff aus der luft. auf dem zweiten bild von links kann man das atemrohr ganz gut erkennen.

damit wir in ein paar tagen nicht aussehen wie die streuselkuchen, fische ich die regelmässig ab. aber wirklich helfen tut das nicht.

was die wasserqualität angeht, sind die larven der nervenden blutsauger sehr genügsam. wir haben im letzten jahr eine brennnesseljauch angesetzt, selbst dort waren sie zu finden.

molchinvasion

keine ahnung habe ich nicht, was derzeit in die unsere gartenanlage bevölkernden molche gefahren ist. denn jeden zweiten tag fischen wir einen otter mehrere von ihnen aus unserer regentonne. das teil ist über einen meter hoch und wie sie da hineinkommen ist mir unbegreiflich.

es handelt sich dabei um alpen- otter bergmolche (triturus alpestris). gestern haben wir nun die regentonnen neu arrangiert, mal sehen ob es so weitergeht.

dieses bergmolch-männchen befindet sich übrigens gerade in der häutung, wie man an den kleinen wulsten hinter dem kopf und am schwanzansatz sehen kann.

hinter unserem geräteschuppen haben wir einen kleinen schattigen streifen mit reichlich wildwuchs. diesen werde ich in den nächsten tagen molchfreundlich ausbauen und einige versteckmöglichkeiten hinzufügen.

distelfalter (vanessa cardui)

meine kenntnisse in sachen insektenwelt sind rudimentär, denn zugeneigt bin ich eher ihren fressfeinden wie kröten, frösche otter eidechsen. nichtsdestotrotz konnte ich nicht widerstehen, wie als mir gestern dieser distelfalter (vanessa cardui) vor die linse flatterte. leider wollte das tierchen nicht wirklich stillhalten, so ist die verwertbare bildausbeute etwas mager. weitere infos zu dieser schmetterlingsart sind im natur lexikon zu finden.

kermits verwandtschaft

die kleinen vögelchen sind ausgeflogen, aber dennoch sind wir nicht ganz ohne gesellschaft. denn kermits verwandtschaft gab sich gestern die ehre und wir durften unseren ersten frosch im teich begrüssen. der putzige kleine hüpfer ist ziemlich cool und verschwindet erst, wenn wir uns auf mehr wie als einen meter nähern. für mich sieht es aus, als handle es sich dabei um einen teichfrosch (rana esculenta). aber für diese aussage würde ich meine hand nicht ins feuer legen.

flügge

mit viel gepiepse hat gestern der rotschwanz-nachwuchs unter unserem vordach das nest verlassen. es waren insgesamt vier jungvögel. nun ist wieder ruhe eingekehrt.

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