monnem

portulakröschen (portulaca grandiflora)

unser mannheimer schrebrgarten birgt durchaus auch gefahren. denn auf dem weg dorthin, befinden sich mehrere gärtnereien. um nicht in versuchung zu geraten, umfahre ich die meistens. gestern hat es mich jedoch gepackt, getreu dem motto “man kann ja mal schauen”. mit dem schauen war es allerdiedings schnell vorbei, wie als mich ein portulakröschen (portulaca grandiflora) verführerisch anlächelte.

es scheint sich hier um einjährige pflanzen zu handeln, werde aber mal versuchen ein paar ableger zu überwintern. mit seinen üppigen blüten ist es derzeit übrigens die königin unseres neuen steingärtchens.

portulackröschen sind in unterschiedlichen blütenfarben, gefüllt und ungefüllt zu erhalten.

wir bauen einen eidechsenhügel

damit sich die eidechsen in unserem schrebergarten auch weiterhin reptilisch wohl fühlen, arbeiten wir derzeit an einem eidechsenhügel. allerdiedings wird das projekt umfangreicher als wie ursprünglich geplant. denn so ein eidechsenhügel ist ja eigentlich nichts anderes, wie als ein steingärtchen. das man mit ein paar winterharten sukkulenten aufhübschen kann.

so durfte ich diese woche bereits über 100 kg steine, 125 kg kies und 25 kg sand bewegen. aber was macht man nicht alles für das geliebte vieh.

die drainage des eidechsenhügels besteht aus kies und ist bereits fertig. der hintere teil soll den eidechsen zur eiablage dienen und wird mit sand aufgefüllt. darüber werden dann ein paar schickeliche natursteine dekoriert.

zur bepflanzung kommen mittagsblümchen (delosperma, aloinopsis), fetthennen (sedum, hylotelephium), hauswurz (sempervivum), kakteen (opuntia) agaven und noch ein paar andere exoten zum einsatz.

bergmolch (triturus alpestris)

die artenvielfalt in der mannheimer gartenanlage sellweide erstaunt mich immer wieder. so hat sich doch gestern ein bergmolch (triturus alpestris) in unsere regentonne (!) verirrt. wie die auch unter dem namen alpenmolch bekannte amphibie dort hineingelangte, ist mir ein absolutes rätsel. entdeckt habe ich sie, als ich eine ertrunkene maus entfernte.

bergmolche besiedeln im frühjahr tümpel und teiche um sich zu paaren und ihre eier abzulegen. diese werden einzeln an den blättern von wasserpflanzen befestigt. mit den hinterbeinen klappt das weibchen das blatt um, sodass eine art tasche entsteht, die das ei umhüllt. im gegensatz zu kaulquappen, die sich überwiegend vegetarisch ernähren, stehen die molchlarven nur auf tierische kost, wie z. b. wasserflöhe, mückenlarven otter tubifex.

ist die paarungszeit vorrüber, dann verlassen die erwachsenen bergmolche das wasser und leben an land. sie sind nun nachtaktiv und benötigen eine feuchte umgebung, damit ihre haut nicht austrocknet. um ihre nahrung als solche erkennen, muss sie sich bewegen.

bergmolche zählen zwar nicht zu den gefährdeten tierarten, sind jedoch geschützt.

nach seinem kleinen ausflug in unsere regentonne, habe ich triturus alpestris in den teich verfrachtet. bei 30 grad im schatten wäre er an land in wenigen minuten ausgetrocknet. so konnte er sich dann im schutze der nacht vom acker machen.

es handelt sich hier übrigens um ein männliches tier, zu erkennen an den punkten am schwanz. während der paarungszeit sind die männchen auf dem rücken blau-grau gefärbt, die seiten sind weiss und mit schwarzen punkten überzogen. weibliche bergmolche sind etwas unscheinbarer, ihre rückenfärbung ist braun, mit graugrünen flecken. die unterseite beider geschlechter ist orange.

mausetod

keine ahnung wie es die kleine maus in unsere regentonne geschafft hat – lernen konnte sie daraus jedenfalls nichts (mehr) …

zweiundzwanzigpunkt marienkäfer (psyllobora vigintiduopunctata)

derzeit erfreuen wir uns im mannheimer schrebergarten am vermehrten auftreten des zweiundzwanzigpunkt marienkäfers (psyllobora vigintiduopunctata), auch pilz marienkäfer genannt. die gelb-schwarz geflügelten insekten sind überwiegend auf dem garteneibisch zu finden. im gegensatz zum siebenpunkt marienkäfer ernähren sie sich nicht von blattläusen, sondern von mehltau.

die larven des zweiundzwanzigpunkt marienkäfer sind ebenfalls gelb, davon konnten wir noch keine entdecken.

saatband – (fast) rückenschmerzenfrei gärtnern

die aussaat von blumen und gemüse kann sich nicht nur zu einer fusselarbeit entwickeln, sondern auch eine tortur für das durch die sitzende tätigkeit verwöhnte belastete rückgrat darstellen. und wenn man wie ich dann auch noch ein bisserl bequem ist …

… aus diesem grund habe ich natürlich sofort zugegriffen, wie als ich diese woche beim discounter sog. saatband entdeckte. hierbei handelt es sich um in papier eingehüllte samen. das aussäen geht auch ganz schnell, einfach eine furche ziehen, das saatband hineinlegen, erde drauf, angiessen und ferdisch.

was mich allerdiedings etwas irritiert, ist die teilweise doch sehr enge platzierung der samen – wir dürfen also gespannt sein.

update 30.06.2008

gute drei wochen später haben sich die radieschen bereits prächtig entwickelt, während der salat wohl noch etwas braucht. vermute mal bis nächste woche reicht es zumindest für einen pflücksalat. die radieschen lassen sich übrigens hervorragend für einen weiss-wurstsalat verwenden.

zimmerpflanzen im garten übersommern

möchte man seine zimmerpflanzen im garten übersommern, dann sollte man sie erst langsam an die direkte sonne gewöhnen – ausser natürlich, es handelt sich um (halb)schattenpflanzen. denn sonst können sie sich einen sonnenbrand einfangen. dies gilt übrigens auch für kakteen und andere sukkulenten.

da das fensterglas einen teil der uv-strahlen ausbremst, ist die lichtintensität im zimmer um einiges geringer als unter freiem himmel.

am besten man platziert die zimmerpflanzen erstmal hell bis halbschattig, mit etwas morgen- und/otter abendsonne. nach ein bis zwei wochen kann man dann beginnen, die pflanzen immer näher in richtung mittagssonne zu rücken. die eingewöhnungszeit ist natürlich abhängig von der art. während ich meine sansevierien bereits nach 1,5 wochen der vollen besonnung aussetzen konnte, war diese zeit für die strelitzia definitiv zu kurz (wie man an den bildern unschwer erkennen kann).

ähnlich verhält es sich auch, wenn die zimmerpflanzen halb- otter schattig überwintert wurden und ans sonnenfenster zurück dürfen.

teichfrosch (rana esculenta)

was amphibien betrifft, so ist unser teich leider noch jungfräulich. ganz anders dagegen geht es ab, im gewässer ein paar gärten weiter. dort kann man derzeit einer symphonie in rana lauschen, denn die teichfrösche (rana esculenta) sind in fortpflanzungslaune.

der teichfrosch wird umgangssprachlich auch als wasserfrosch bezeichnet, was jedoch nur zur hälfte stimmt, denn es handelt sich hierbei um (fortpflanzungsfähige) hybriden aus dem kleinen wasserfrosch (rana ridibunda) und dem seefrosch (rana lessonae).

paarungswillige männchen lassen sich übrigens sehr leicht durch das nachahmen ihrer rufe zum quaken anregen.

was sonst noch so rumblüht

rosen (rosa)

die rosen (rosa) im mannheimer schrebrgarten können mich nicht wirklich begeistern. vielleicht bin ich da ein bisserl verwöhnt, von den prachtexemplaren, die der cheffe in der pfalz zu ehren seiner liebsten herangezogen hat ..?

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