monnem

sommerblüher

da es das sommerloch in diesem jahr nicht so gut mit mir meint und ich vor lauter arbeit zu garnienichts komme, hier meine eine kleine auswahl unserer sommerblüher aus dem mannheimer gärtchen. dort waren wir übrigens nicht untätig und haben z. b. einen brunnen gebaut. den werde ich dann demnächst mal vorstellen.

links zu den pflanzen:

wir bauen ein tomatenhaus

nachdem uns die tomaten im letzten jahr von der braunfäule dahingerafft wurden, haben wir beschlossen, das heuer nicht kampflos hinzunehmen. denn ein garten ohne die die leckeren roten früchte ist wie bill kaulitz ohne schminke – fad und öde. aus diesem grund haben wir gestern ein pompöses tomatenhaus zusammengezimmert. als vorbild diente die herschaftliche hütte aus dem cheffe sein pfälzer gärtchen.

der stand uns übrigens auch unterstützend zur seite. im schlepptau hatte er eine weitere pfälzer frohnatur mit viel bauerfahrung. zu viert haben wir die entfernt an einen bunker erinnernden hütte in drei stunden hochgezogen.

die arbeit mit den männern vom bau war für mich teilweise etwas befremdend. mit anweisungen wie “mach mal zweieinhalb zentimeter” wusst ich deshalb auch nicht allzuviel anzufangen. auf die stabilität und haltbarkeit unseres schnellen tomatenbrüters hat das hoffentlich keine auswirkungen.

amselkinder

im amselnest im mannheimer garten ist derzeit schwer was los. die vier jungvögel halten ihre alleinerziehende mutter ganz schön auf trab. sie muss füttern, den kot abtransportieren und uns anschnauzen, wenn wir dem nest zu nahe kommen.

der größe nach zu urteilen, sind unsere amselkinder in ein paar tagen flügge, dann kehrt wieder ruhe ein unter unserer pergola. schade eigentlich …

bambus-windspiele

für die dekoration des mannheimer schrebergartens mit nicht wachsenden exponaten (umgangssprache: nippes) ist unsere herz- und busenfreundin margot zuständig. eingebracht hat uns das bis jetzt einige buddhafiguren, eine keramikente, mehrere plastikameisen und zwei bambus-windspiele. anfangs war ich ja etwas skeptisch, die klimperteile betreffend. denn unsere nachbarn auf beiden seiten stehen ebenfalls auf lautstarke gartendekoration und lullen uns mit maulwurfsummergeräuschen im minutentakt ein.

meine skepsis konnte ich mittlerweile ablegen, denn die bambus-windspiele machen sinn. wenn auch nicht wirklich für uns menschliche bewohner, aber für die solitärbienen. diese auf den ersten blick wie keine hummeln aussehenden insekten haben sie nämlich als nistplatz auserkoren.

sie befüllen die bambusröhren mit pollen, legen ihr ei darin ab und verschliessen sie dann. weitere infos zu den tierchen gibt es hier.

amselnest

da wir im mannheimer gärtchen von den schrägen vöglen nicht genug bekommen können, haben wir nun einen “untermieter” aufgenommen. denn völlig unbemerkt hat dort eine amsel ihr nest breitgemacht. im gegensatz zu den rotschwänzchen vom letzten jahr, ist die werdende mama mit dem lateinischen namen turdus merula überhaupt bis völlig unerschrocken uns gegenüber.

so ca. alle zwei stunden verlässt sie ihr nest um sich der nahrungsaufnahme zu widmen. ihre rückkehr kündigt sie dann fröhlich zwitschernd an. unterstützung von einem hahn erhält sie derzeit noch nicht. über männer im allgemeinen und amselhähne im besonderen, sage ich jetzt mal nix …

vorfrühlingsgarten

obwohl wir auch während des winters einiges zu werkeln hatten, beginnt für uns erst mit den derzeit steigenden temperaturen die gartensaison 2010. ich hege jedoch den verdacht, dass gevatter frühling unser mannheimer gärtchen noch meidet. denn während bei nachbars schon die narzissen in voller blüte stehen, zeigen sich bei uns “nur” krokusse und schneeglöckchen.

die meisten unserer zwiebeln sind aber auch erst im januar in die erde gekommen. so üben wir uns also noch in geduld. was uns jedoch nicht davon abhält, weitere pflanzen zu pflanzen. so haben wir die krätuerspirale mit ein paar alliums (lauch) aufgepeppt. die wiese im hinteren bereich musste gras für ein neues beet lassen. keine ahnung, ob das ausreicht. ich habe nämlich den überblick verloren, was ich da im winter alles zusammenbestellt habe …

wintergarten

der winter hat derzeit beide gärten noch voll im griff. der viele schnee macht uns rheinebner zwar so langsam depressiv, hat aber auch ein paar vorteile. vor dringend anstehenden gartenarbeiten kann sich moi noch ein bisserl drücken. denn für das brunnenbauen und wasserleitungen verlegen, fühle ich mich nicht wirklich geeignet.

gut finde ich auch, dass sich ein teil der gartendekoration des nippes dank frost auflöst. obowhl ich mir sicher bin, dass der lädierte buddha von unserer herz- und gartenfreundin margot schon bald “geschmackvoll” ersetzt wird.

über den wert einer religion, die ihre eigenen abbilder nicht mal vor etwas frost schützen kann, will ich mich an dieser stelle nicht auslassen. obwohl mir das dicke ding ja schon leid tut …

winterblüher

die als christ- otter schneerose bekannte helleborus niger haben wir im mannheimer und im pfälzer garten. neben den alpenveilchen und (in milden wintern) ringelblumen ist das unser einziger winterblüher. das bild zeigt übrigens den stempel und die pollen.

gewöhnliche seidenpflanze (asclepias syriaca)

eigentlich sollte dieser artikel als “unbekanntes gewächs” betitelt sein. denn das aparte pflänzchen wächst wild bei uns in der gartenanlage und fasziniert mich schon seit dem letzten jahr. gestern habe ich es nun endlich geschafft, ein paar bilder zu machen. nicht ahnend, was ich da ablichte.

wie es der zufall so will, bin ich dann heute nochmal über die pflanze gestolpert, beim recherchieren betr. der familienzugehörigkeit der kranzschlinge (stephanotis floribunda). dabei stellte sich heraus, dass die beiden entfernt miteinander verwandt sind. sie zählen nämlich zur familie der hundsgiftgewächse (apocynaceae) und dort zur unterfamilie der seidenpflanzengewächse (asclepiadoideae).

es handelt sich hier um die gewöhnliche seidenpflanze (asclepias syriaca), die eigentlich aus nordamerika stammt und bei uns verwildert anzutreffen ist. sie kann bis zu zwei meter hoch werden, ihre früchte bringen es auf eine länge von ca. 10 bis 15 zentimeter und sind mit “noppen” überzogen. sie ist übrigens giftig.

wie auf dem letzten foto unschwer zu erkennen ist, verbreiten sich die samen der gewöhnlichen seidenpflanze durch den wind.

mein erdfeind!

flughafer

Wir sehen hier den Flughafer [Avena fatua] im Frühstadium, ein äußerst nerviges, penetrantes, schwer auszurottendes Rispengras das bis zu 1,5m und mehr in die Höhe schießt. Es gedeiht über Europa bis Zentralasien und Nordafrika, natürlich wurde es auch in die Neue Welt eingeschleppt, und ich weiß, die Amerikaner werden es nie wieder los werden. Dank seiner Spelzen die dick und dick mit Samen besetzt sind und vom Winde verweht werden, hat der fleißige Hobbygärtner aller Hand zu tun. Und genau wie der Film, bewirkt die Pflanze ein Drama in mir, jeden dritten oder vierten Tag, kann im Garten irgendwo ein Pflänzlein gejähtet werden. Natürlich an nicht zugänglichen Stellen, oder mitten in den Beeten. Das Kraut hat natürlich fiese, lange Wurzeln, deswegen hat es mir schon schweißtreibende Abendende und Wochenenden beschert, wobei ich auf Knien durch unser Gartenparadies gekrochen bin, um den “böhsen” Übertäter zu beseitigen. Zum Schluss traue ich mich es gar nicht zu sagen: “Aber eigentlich ist es eine hübsche Pflanze?!” Nein, das habe ich jetzt nicht gesagt, immer daran denken, wunde Knien und schmerzender Rücken. Mein – Dein -Euer Erdfeind!!!

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