monnem

ich-pflanzen

eben beim heimradeln vom garten kam mir in den sinn, dass viele pflanzentrivalnamen mit “ich” enden. ein paar davon habe ich mal auf die schnelle recherchiert und stelle sie hier vor.

das es sich bei diesen arten um ausgewiesene egomanen handelt, kann ich nicht bestätigen. das gilt für die hier im bild gezeigten.

gilbweiderich
gilbweiderich, gemeiner

huflattich
huflattich (link)

knöterich
knöterich, ampfer- (link)

rettich
rettich

wegerich
wegerich, mittlerer

dann wären da noch:

  • hederich
  • kompasslattich
  • blutweiderich

und die wicke – wie es der gemeine berliner sagen tun täte.

seerose im kübel

das mannheimer gärtchen entwickelt sich mehr und mehr zu einer wasserlandschaft. denn wir haben dort neben dem großen teich, der unsere goldfische, kois und orangene stichlinge* beherbergt, auch einen kleinen tümpel. darin dürfen sich die alpenmolche austoben und fleissig vermehren. was sie zu meiner freude übrigens auch machen.

seit neuestem ziert den garten auch noch ein miniteich, also ein bepflanzter kübel. neben einer zwergseerose wachsen darin tannenwedel (hippuris), kanadische wasserpest (elodea canadensis) sowie ein paar eingeschleppte wasserlinsen (lemna minor).

seerose kübel

als biologische algenvernichter kommen ein paar junge spitzschlammschnecken zum einsatz, die zum überwintern dann wieder in den tümpfel dürfen.

so superdolle sieht das ganze im moment noch nicht aus, aber ich hoffe, dass die seerose in den nächsten wochen ordentlich blätter und auch blüten schiebt. es handelt sich dabei übrigens um eine nymphaea “marliacea chormatella”, von der ich mittlerweile auch ein exemplar auf der fensterbank stehen habe. sie wächst dort übrigens unerwartet gut.

nymphaea marliacea chormatella

* bei den stichlingen handelt es sich um goldorfen, die wurden uns (nicht mir, nicht mir!) von ganz besonders qualifiziertem gartencenter personal als stichlinge angedreht.

wiesenvergleich

der cheffe im pfälzer gärtchen ist ein ganz reizender. er bekocht mich, serviert mir alkoholhaltige köstlichkeiten und erträgt seit gefühlten hundert jahren meine kleinen gemeinheiten nettigkeiten. dieser service wird mir im eigenen garten nicht geboten!

nur eine wiese möchte ich bei unserem cheffe nicht sein. denn die hat bei ihm während der heißen sommerwochen nichts zu lachen, bzw. erhält nichts zu trinken, wie man am linken bild unschwer erkennen kann.

dabei bedarf es nur ein wenig zeit und etwas wasser, damit man sich auch im sommer am üppigen blütenreigen erfreuen kann. gut, gänseblümchen, hahnenfuß und klee mögen nicht jedermanns sache sein, mir bereitet ihr anblick aber immer viel freude.

der sommerliche wassermangel schadet der wiese übrigens nicht, sobald es regnet berappelt sie sich wieder.

eidechse

eidechse

erst hatte ich es nicht bemerkt, aber als ich da so allerlei blühendes am ablichten war, wurde ich von einer eidechse beobachtet. daraufhin habe ich den spieß umgedreht und sie zum motiv gemacht. das war ihr dann aber doch zuviel und sie hat sich zwischen die steine verzogen.

die blätter im vordergrund gehören übrigens zu einem kerzenknöterich.

schwule frösche(?)

schwule frösche

drei jahre hat es gedauert, jetzt sind sie da: im mannheimer gärtchen haben sich gleich drei frösche niedergelassen. im großen teich quaken zwei kräftige kerle um die wette, unser kleiner tümpel ist die neue heimat eines jungtieres, das, der größe nach zu urteilen, aus dem letzten jahr stammen müsste.

frosch quakt

die beiden großen sind derzeit heiß um nicht zu sagen sehr heiß. gestern durfte ich einige annäherungsversuche beobachten, die aber leider nicht in einem zärtlichen liebesspiel endeten. möglicherweise wollten sie sich vor mir nicht outen … ?

frosch jung

der kleine ist da um einiges entspannter. er sitzt den ganzen tag zwischen den pflanzen und sonnt sich. zwischendurch schnappt er sich ein vorbeifliegendes insekt. aber leider immer nur dann, wenn ich die kamera nicht bei mir trage.

das kleine gedöttels auf dem blatt hinter dem frosch, ist übrigens ein molchei.

exotenauspacking

mit exoten im garten ist es so eine sache. selbst wenn sie gut frostverträglich sind muss es nicht bedeuten, dass sie auch einen langen und vor allem nassen winter bei uns überleben. immer wieder schmunzeln muss ich deshalb, wenn einige anbieter – die mit den ganz bunten katalogen – pflanzen als winterhart auszeichnen, nur weil sie bei einem grad minus noch nicht die blätter hängen lassen.

das ist, neben der oft schlampigen aber dafür phantasievollen benennung der pflanzen, einer der gründe warum ich dort nichts kaufe. zumal es genügend anbieter gibt, die sich die mühe machen, die pflanzen botanisch korrekt zu bezeichnen und dazu noch informationen zu den geeigneten klimazonen bieten.

doch zurück zu unseren exoten.

im letzten jahr haben wir eine hanfpalme (trachycarpus fortunei, syn. wagnerianus) und eine banane (musa basjoo) ins mannheimer gärtchen gesetzt. beides jungpflanzen, um mal zu testen, wie sie sich so machen.

die hanfpalme soll bis zu -17 und die banane bis zu -12 grad aushalten. selbstverfreilich mit winterschutz. diesen habe ich aus fließhauben, schilfmatten, laub und ein paar tomatenstäben im herbst 2010 angefertigt.

diese woche ging es nun an das auspacken der pflanzen. da war die spannung natürlich eine große. die banane ist (erwartungsgemäß) komplett zurückgefroren. wenn man der literatur und den angaben des anbieters glauben schenken darf, müsste das rhizom im boden überdauert haben und demnächst neu austreiben.

die hanfpalme scheint auch überlebt zu haben, aber mit einigen frostschäden. die betonung liegt auf scheint, denn sagen kann ich das erst, falls sich wachstum einstellt.

sollten sich unsere exoten nicht wieder berappeln, dann bleibt das ein versuch. denn es gibt weitaus spannendere pflanzen, die zum einen mit unserem klima zurechtkommen und weitaus weniger arbeit machen.

wenn väterchen frost im herbst die erste party feiert …

… dann freut sich der kompost, denn er wird nun gefüttert. wie in jedem jahr, haben mich die ersten minusgradnächte wieder wie aus heiterem himmel erwischt. die bilder unten zeigen die verluste aus dem mannheimer gärtchen. es sind aber nicht alle pflanzen wirklich tot, zum teil sind nur die über der erde wachsenden teile erfroren.

die “wichtigen” pflanzen habe ich bereits in der letzten woche eingekellert. die engelstrompete (brugmansia) darf wieder in meiner toilette überwintern. sie macht sich nämlich sehr gut als klorollenhalter.

das fencheltier

leider hat der fenchel im mannheimer gärtchen unseren wunsch, er möge doch bitte saftige und leckere knollen ausbilden, nicht berücksichtigt. stattdessen war ihm wohl eher nach “ich wachse munter in die höhe”, sodass die pflanzen über einen meter hoch wurden.

so entspricht der geerntete fenchel rein optisch eher einem urzeitlichen krabbeltier, wie als leckerschmecker gemüse. etwas holzig scheint er wohl auch zu sein, wie mir aus gut informierten kreisen zugetragen wurde.

regenlilie (habranthus robustus)

habranthus robustus regenlilie

habranthus ist eine gattung aus der familie der amaryllisgewächse (amaryllidaceae). die aus der neuen welt (nord- bis südamerika) stammenden pflanzen werden umgangssprachlich als regenlilien bezeichnet. denn ihre blüten öffnen sie zumeist, wenn es nach längerer trockenzeit endlich mal wieder regnet.

die hier abgebildete habranthus robustus ist in der tat sehr robust. denn die blüte entspringt einer überlagerten zwiebel, die über ein jahr in meinem keller vor sich hin dümpelte. von ca. zehn ausgepflanzten haben bis jetzt aber nur zwei geblüht.

winterhart sind die regenlilien leider nicht.

gemüsegarten

was ich mich in sachen gemüsegärtnern schon seit längerer zeit frage ist, warum kann das zeug nicht reif werden, wenn man auch zeit hat um es zu ernten? so waren unsere buschbohnen, wie auch im letzten jahr, mal wieder völlig drüber. die erbsen haben wir getrocknet aus ihren hülsen befreit. aber es gibt auch positives zu berichten.

erstmalig in unserem gemüsebeet anzutreffen ist der sog. rattenschwanzradi (raphanus caudatus). dabei handelt es sich um eine form bzw. einen verwandten des radieschen. gefuttert wird aber nicht seine knolle, sondern die samenschoten. die haben eine angenehme schärfe und schmecken auch ohne alles echt leckerlich.

premiere haben in diesem jahr auch ein paar kartoffeln der sorte “vitelotte“. die sind als trüffelkartoffeln bekannt und schmecken angenehm nussig. wenn sie denn dank dem derzeit regennassigen wetter nicht doch noch von der kartoffelfäule dahingerafft werden.

bisher nur auf der fensterbank hatte ich erdnüsse angebaut. die im garten übrgigens erst nach dem zweiten versuch aufgegangen sind. vermutlich war das saatgut zu alt. man kann dafür die ungerösteten aus dem asialaden verwenden.

überhaupt keine sorgen mache ich mir um den mais (zea mays), der mittlerweile schon über zwei meter hoch ist und viele kolben ausbildet. desweiteren schützt er die dahinterliegende kräuterspirale vor der sonne, was unser basilikum mit eifrigem wachstum quittiert.

gartenpflanzen
archiv (auszug)
Feeds
suche
blogroll

bloggerei.de - deutsches Blogverzeichnis

Weblog Suche im Netz

Blog Button

TopBlogs.de

Bloggeramt.de