monnem

wintergarten

der winter hat derzeit beide gärten noch voll im griff. der viele schnee macht uns rheinebner zwar so langsam depressiv, hat aber auch ein paar vorteile. vor dringend anstehenden gartenarbeiten kann sich moi noch ein bisserl drücken. denn für das brunnenbauen und wasserleitungen verlegen, fühle ich mich nicht wirklich geeignet.

gut finde ich auch, dass sich ein teil der gartendekoration des nippes dank frost auflöst. obowhl ich mir sicher bin, dass der lädierte buddha von unserer herz- und gartenfreundin margot schon bald “geschmackvoll” ersetzt wird.

über den wert einer religion, die ihre eigenen abbilder nicht mal vor etwas frost schützen kann, will ich mich an dieser stelle nicht auslassen. obwohl mir das dicke ding ja schon leid tut …

winterblüher

die als christ- otter schneerose bekannte helleborus niger haben wir im mannheimer und im pfälzer garten. neben den alpenveilchen und (in milden wintern) ringelblumen ist das unser einziger winterblüher. das bild zeigt übrigens den stempel und die pollen.

gewöhnliche seidenpflanze (asclepias syriaca)

eigentlich sollte dieser artikel als “unbekanntes gewächs” betitelt sein. denn das aparte pflänzchen wächst wild bei uns in der gartenanlage und fasziniert mich schon seit dem letzten jahr. gestern habe ich es nun endlich geschafft, ein paar bilder zu machen. nicht ahnend, was ich da ablichte.

wie es der zufall so will, bin ich dann heute nochmal über die pflanze gestolpert, beim recherchieren betr. der familienzugehörigkeit der kranzschlinge (stephanotis floribunda). dabei stellte sich heraus, dass die beiden entfernt miteinander verwandt sind. sie zählen nämlich zur familie der hundsgiftgewächse (apocynaceae) und dort zur unterfamilie der seidenpflanzengewächse (asclepiadoideae).

es handelt sich hier um die gewöhnliche seidenpflanze (asclepias syriaca), die eigentlich aus nordamerika stammt und bei uns verwildert anzutreffen ist. sie kann bis zu zwei meter hoch werden, ihre früchte bringen es auf eine länge von ca. 10 bis 15 zentimeter und sind mit “noppen” überzogen. sie ist übrigens giftig.

wie auf dem letzten foto unschwer zu erkennen ist, verbreiten sich die samen der gewöhnlichen seidenpflanze durch den wind.

mein erdfeind!

flughafer

Wir sehen hier den Flughafer [Avena fatua] im Frühstadium, ein äußerst nerviges, penetrantes, schwer auszurottendes Rispengras das bis zu 1,5m und mehr in die Höhe schießt. Es gedeiht über Europa bis Zentralasien und Nordafrika, natürlich wurde es auch in die Neue Welt eingeschleppt, und ich weiß, die Amerikaner werden es nie wieder los werden. Dank seiner Spelzen die dick und dick mit Samen besetzt sind und vom Winde verweht werden, hat der fleißige Hobbygärtner aller Hand zu tun. Und genau wie der Film, bewirkt die Pflanze ein Drama in mir, jeden dritten oder vierten Tag, kann im Garten irgendwo ein Pflänzlein gejähtet werden. Natürlich an nicht zugänglichen Stellen, oder mitten in den Beeten. Das Kraut hat natürlich fiese, lange Wurzeln, deswegen hat es mir schon schweißtreibende Abendende und Wochenenden beschert, wobei ich auf Knien durch unser Gartenparadies gekrochen bin, um den “böhsen” Übertäter zu beseitigen. Zum Schluss traue ich mich es gar nicht zu sagen: “Aber eigentlich ist es eine hübsche Pflanze?!” Nein, das habe ich jetzt nicht gesagt, immer daran denken, wunde Knien und schmerzender Rücken. Mein – Dein -Euer Erdfeind!!!

schutz der lebenden fische – ein teich rüstet auf

da unsere allseits beliebtes “monnem” an zwei flüßen beheimatet und eine reihe benachbarter “baggerseen” nicht unweit unseres gartenparadieses liegen, bekamen wir gelegentlich besuch von einem graureiher [ardea cinerea], der sich in dieser umgebung sehr heimisch fühlt. dieses schlaue, große und graue  federtier, genannt auch fischreiher, endeckte  in unseren garten ganz schnell den teich mit unseren kois. die kois wurden von da an nicht mehr gesehen und wir dachten die seien alle bei neptun. schnell war klar, das mit uns wird nicht harmonieren. wir sind keine snackbar und unsere fische (auch wenn`s nur kalte, klitsches vielfrasse sind) nichts für

teich

zwischendurch! also, mußte eine fischfreundliche lösung her! da unser teich auf zwei seiten reiherfreundliche einstiege hat, kamen wir zuerst auf die idee mit einem netz den teich abzudecken, oder den tümpel mit schnüren quer zu bespannen. das scheiterte aber an dem miserablen aussehen. sehr spontan entschieden wir uns für einen zaun. eigentlich wollten wir auf dieses gestalterische element verzichten um die natürlichkeit zu bewahren. aber: unsere fische werden von tag zu tag zutraulicher, ist dies nicht der beweiß, es wirkt. ich hoffe nur, das sie nicht eines tages darauf zuschwimmen und blubbern, “der zaun muß weg – wir sind der teich”!

eidechsen minis

während in anderen gärten die frösche ihr “unheil” treiben, erfreuen wir uns über die jährliche eidechsenbabyinvasion. das ist übrigens die zeit, in der auch bei mir muttergefühle hochkommen. denn eins der derzeit ungefähr sechs zentimeter grossen tierchen durfte ich aus einem spinnennetz befreien. zwei weitere fand ich in unseren regentonnen und habe sie vor dem ertrinken gerettet. die vierte hat den versuch darin den freischwimmer zu machen leider nicht überlebt.

dahlienblüten

in diesem jahr mussten wir beide gärten mit komplett neuen dahlien ausstatten, denn die alten sind uns im winter erfroren. die ersten beiden bilder entstanden in der pfalz, die anderen beiden zeigen die mannheimer dahlien. diese gerupfte optik verdanken sie den nächtlichen besuchen der schnecken.

hülsenfrüchte

hülsenfrüchte, umgangssprachlich auch als leguminosen bekannt, werden als nutz- otter zierpflanzen kultiviert. wobei auch die nutzpflanzen optisch etwas zu bieten haben, wie man an den erbsenblüten unschwer erkennen kann. aus jux und dollerei haben wir deshalb im mannheimer gärtchen mal ein paar linsen und kichererbsen ausgesät. grosse erträge erwarten wir da aber nicht.

in der wohnung keimen die linsen bereits nach zwei tagen, im garten haben sie dafür ungefähr fünf tage benötigt.

zu den hülsenfrüchten zählen übrigens auch so popläre zierpflanzen wie der ginster otter der goldregen.

v. l. n. r.: buschbohnenblüten, erbsenblüten, ginsterblüten, linsenkeimlinge, platterbsenblüten (die habe ich verwildert auf einem acker hinter dem pfälzer garten entdeckt).

seerosenblüten

die seerosen in beiden gärten haben ihre ersten blüten geöffnet. während die pfälzer (weiss) mit ihren blättern bereits den halben teich überwuchert haben, lassen sich die mannheimer (rosa) damit noch etwas zeit. aber die haben wir ja auch erst im letzten jahr gepflanzt.

die seerosen halten ihre blüten übrigens während der nacht geschlossen.

kakteenblüte

die mitglieder der gattung opuntia sind umgangssprachlich als feigenkakteen bekannt. einige von ihnen stammen aus den usa otter aus kanada und können auch in unseren breiten ganzjährig im garten kultiviert werden. das sich das lohnt, kann man an den bildern unschwer erkennen.

im mannheimer garten haben wir fünf opuntien, zwei davon sind derzeit am blühen und eine weitere ist am knospen.

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