monnem

das fencheltier

leider hat der fenchel im mannheimer gärtchen unseren wunsch, er möge doch bitte saftige und leckere knollen ausbilden, nicht berücksichtigt. stattdessen war ihm wohl eher nach “ich wachse munter in die höhe”, sodass die pflanzen über einen meter hoch wurden.

so entspricht der geerntete fenchel rein optisch eher einem urzeitlichen krabbeltier, wie als leckerschmecker gemüse. etwas holzig scheint er wohl auch zu sein, wie mir aus gut informierten kreisen zugetragen wurde.

regenlilie (habranthus robustus)

habranthus robustus regenlilie

habranthus ist eine gattung aus der familie der amaryllisgewächse (amaryllidaceae). die aus der neuen welt (nord- bis südamerika) stammenden pflanzen werden umgangssprachlich als regenlilien bezeichnet. denn ihre blüten öffnen sie zumeist, wenn es nach längerer trockenzeit endlich mal wieder regnet.

die hier abgebildete habranthus robustus ist in der tat sehr robust. denn die blüte entspringt einer überlagerten zwiebel, die über ein jahr in meinem keller vor sich hin dümpelte. von ca. zehn ausgepflanzten haben bis jetzt aber nur zwei geblüht.

winterhart sind die regenlilien leider nicht.

gemüsegarten

was ich mich in sachen gemüsegärtnern schon seit längerer zeit frage ist, warum kann das zeug nicht reif werden, wenn man auch zeit hat um es zu ernten? so waren unsere buschbohnen, wie auch im letzten jahr, mal wieder völlig drüber. die erbsen haben wir getrocknet aus ihren hülsen befreit. aber es gibt auch positives zu berichten.

erstmalig in unserem gemüsebeet anzutreffen ist der sog. rattenschwanzradi (raphanus caudatus). dabei handelt es sich um eine form bzw. einen verwandten des radieschen. gefuttert wird aber nicht seine knolle, sondern die samenschoten. die haben eine angenehme schärfe und schmecken auch ohne alles echt leckerlich.

premiere haben in diesem jahr auch ein paar kartoffeln der sorte “vitelotte“. die sind als trüffelkartoffeln bekannt und schmecken angenehm nussig. wenn sie denn dank dem derzeit regennassigen wetter nicht doch noch von der kartoffelfäule dahingerafft werden.

bisher nur auf der fensterbank hatte ich erdnüsse angebaut. die im garten übrgigens erst nach dem zweiten versuch aufgegangen sind. vermutlich war das saatgut zu alt. man kann dafür die ungerösteten aus dem asialaden verwenden.

überhaupt keine sorgen mache ich mir um den mais (zea mays), der mittlerweile schon über zwei meter hoch ist und viele kolben ausbildet. desweiteren schützt er die dahinterliegende kräuterspirale vor der sonne, was unser basilikum mit eifrigem wachstum quittiert.

sommerblüher

da es das sommerloch in diesem jahr nicht so gut mit mir meint und ich vor lauter arbeit zu garnienichts komme, hier meine eine kleine auswahl unserer sommerblüher aus dem mannheimer gärtchen. dort waren wir übrigens nicht untätig und haben z. b. einen brunnen gebaut. den werde ich dann demnächst mal vorstellen.

links zu den pflanzen:

wir bauen ein tomatenhaus

nachdem uns die tomaten im letzten jahr von der braunfäule dahingerafft wurden, haben wir beschlossen, das heuer nicht kampflos hinzunehmen. denn ein garten ohne die die leckeren roten früchte ist wie bill kaulitz ohne schminke – fad und öde. aus diesem grund haben wir gestern ein pompöses tomatenhaus zusammengezimmert. als vorbild diente die herschaftliche hütte aus dem cheffe sein pfälzer gärtchen.

der stand uns übrigens auch unterstützend zur seite. im schlepptau hatte er eine weitere pfälzer frohnatur mit viel bauerfahrung. zu viert haben wir die entfernt an einen bunker erinnernden hütte in drei stunden hochgezogen.

die arbeit mit den männern vom bau war für mich teilweise etwas befremdend. mit anweisungen wie “mach mal zweieinhalb zentimeter” wusst ich deshalb auch nicht allzuviel anzufangen. auf die stabilität und haltbarkeit unseres schnellen tomatenbrüters hat das hoffentlich keine auswirkungen.

amselkinder

im amselnest im mannheimer garten ist derzeit schwer was los. die vier jungvögel halten ihre alleinerziehende mutter ganz schön auf trab. sie muss füttern, den kot abtransportieren und uns anschnauzen, wenn wir dem nest zu nahe kommen.

der größe nach zu urteilen, sind unsere amselkinder in ein paar tagen flügge, dann kehrt wieder ruhe ein unter unserer pergola. schade eigentlich …

bambus-windspiele

für die dekoration des mannheimer schrebergartens mit nicht wachsenden exponaten (umgangssprache: nippes) ist unsere herz- und busenfreundin margot zuständig. eingebracht hat uns das bis jetzt einige buddhafiguren, eine keramikente, mehrere plastikameisen und zwei bambus-windspiele. anfangs war ich ja etwas skeptisch, die klimperteile betreffend. denn unsere nachbarn auf beiden seiten stehen ebenfalls auf lautstarke gartendekoration und lullen uns mit maulwurfsummergeräuschen im minutentakt ein.

meine skepsis konnte ich mittlerweile ablegen, denn die bambus-windspiele machen sinn. wenn auch nicht wirklich für uns menschliche bewohner, aber für die solitärbienen. diese auf den ersten blick wie keine hummeln aussehenden insekten haben sie nämlich als nistplatz auserkoren.

sie befüllen die bambusröhren mit pollen, legen ihr ei darin ab und verschliessen sie dann. weitere infos zu den tierchen gibt es hier.

amselnest

da wir im mannheimer gärtchen von den schrägen vöglen nicht genug bekommen können, haben wir nun einen “untermieter” aufgenommen. denn völlig unbemerkt hat dort eine amsel ihr nest breitgemacht. im gegensatz zu den rotschwänzchen vom letzten jahr, ist die werdende mama mit dem lateinischen namen turdus merula überhaupt bis völlig unerschrocken uns gegenüber.

so ca. alle zwei stunden verlässt sie ihr nest um sich der nahrungsaufnahme zu widmen. ihre rückkehr kündigt sie dann fröhlich zwitschernd an. unterstützung von einem hahn erhält sie derzeit noch nicht. über männer im allgemeinen und amselhähne im besonderen, sage ich jetzt mal nix …

vorfrühlingsgarten

obwohl wir auch während des winters einiges zu werkeln hatten, beginnt für uns erst mit den derzeit steigenden temperaturen die gartensaison 2010. ich hege jedoch den verdacht, dass gevatter frühling unser mannheimer gärtchen noch meidet. denn während bei nachbars schon die narzissen in voller blüte stehen, zeigen sich bei uns “nur” krokusse und schneeglöckchen.

die meisten unserer zwiebeln sind aber auch erst im januar in die erde gekommen. so üben wir uns also noch in geduld. was uns jedoch nicht davon abhält, weitere pflanzen zu pflanzen. so haben wir die krätuerspirale mit ein paar alliums (lauch) aufgepeppt. die wiese im hinteren bereich musste gras für ein neues beet lassen. keine ahnung, ob das ausreicht. ich habe nämlich den überblick verloren, was ich da im winter alles zusammenbestellt habe …

wintergarten

der winter hat derzeit beide gärten noch voll im griff. der viele schnee macht uns rheinebner zwar so langsam depressiv, hat aber auch ein paar vorteile. vor dringend anstehenden gartenarbeiten kann sich moi noch ein bisserl drücken. denn für das brunnenbauen und wasserleitungen verlegen, fühle ich mich nicht wirklich geeignet.

gut finde ich auch, dass sich ein teil der gartendekoration des nippes dank frost auflöst. obowhl ich mir sicher bin, dass der lädierte buddha von unserer herz- und gartenfreundin margot schon bald “geschmackvoll” ersetzt wird.

über den wert einer religion, die ihre eigenen abbilder nicht mal vor etwas frost schützen kann, will ich mich an dieser stelle nicht auslassen. obwohl mir das dicke ding ja schon leid tut …

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