da ich derzeit zusammen mit meiner herz- und gartenfreundin margot an einer seite zum thema ayurveda rezepte arbeite, kam ich in den genuss, die indische waschnuss zu testen. die kommt bei ihr nämlich schon seit langem zum einsatz.

aber erstmal ein bisserl botanik, denn schliesslich sind wir hier ja ein gartenblog.
bei der indischen waschnuss handelt es sich um die samen des waschnussbaum (sapindus mukorossi). diese aus asien stammende pflanze zählt zu den seifenbaumgewächsen (sapindaceae). entfernt verwandtschaftliche verhältnisse bestehen somit zum ahorn (acer), zur rosskastanie (aesculus), zum beliebten muntermacher guaraná (paullinia cupana) sowie zur litchi (litchi chinensis).
zum waschen werden die samenschalen eingesetzt, den kern sollte man entsorgen. aus purer faulheit habe ich jedoch die ganzen samen verwendet. diese gibt man in ein stoffsächchen. ihre reinigende wirkung verdanken sie dem saponin. auf den einsatz eines weichspülers habe ich übrigens verzichtet. meine wäsche wurde sauber.
die waschnüsse haben zwar einen leicht seifenartigen geruch, dieser überträgt sich aber nicht auf die wäsche.
wenn man den versprechungen der diversen anbieter glauben schenken darf, dann handelt es sich bei der waschnuss um ein ökologisch sinnvolles produkt. es existieren jedoch auch widersprüchliche untersuchungen, wie z. b. hier. was das ganze für die anwender in den ursprungsländern für auswirkungen hat, kann man hier nachlesen.
so wie ich das sehe, eignet sich die indische waschnuss für leicht verschmutzte wäsche. ich werde also auch weiterhin flüssiges waschmittel vorhalten.
im handel sind ganze samen, die schalen, waschnuss-pulver und fertiges -waschmittel zu erhalten.