vitaminreich durch den winter

viel essbares befindet sich derzeit nicht mehr im garten. der feldsalat ist nicht aufgegangen und dem lauch fehlt es an grösse. nachdem die spitzen der paprikapflanzen bereits erfroren sind, habe ich die letzten heute geerntet. für die nächsten monate heisst nun also wieder gemüse kaufen.

hunger leiden werde ich wohl nicht, da ich das sog. wintergemüse (kohl, rote beete, karotten, feldsalat) echt leckerlich finde. und die extra portion vitamine bau ich mir zuhause selbst an – in form von keimsprossen.

der vorteil von keimsprossen ist, dass man sie quasi ohne vitaminverlust erntefrisch auftischen kann. so kommt man auch im winter in den genuss von frischem broccoli, rucola otter radieschen.

anziehen kann man die keime und sprossen entweder im sprossenturm, otter im keimglas. hülsenfrüchte sind in der regel nach zwei bis drei tagen, grünsprossen, wie z. b. alfalfa, radieschen und rettich, nach ungefähr sieben tagen verzehrfertig.

neben dem hohen vitamingehalt, bieten keimsprossen noch weitere vorteile. so liegt z. b. die garzeit von kichererbsen-/linsenkeimen um einiges unter der von trockenware. da sie sich auch einfrieren lassen, kann man sehr gut auf vorrat produzieren.

feind und freund

wie nah feind und freund oft beieinanderliegen, kann man auch beim spaziergang durch den heimischen garten erkennen. während wir die einen liebevoll hochpäppeln und umsorgen, gehen wir mit der “buckligen verwandtschaft” gerne roh und grausam um. wobei der feind es bei mir noch relativ gut hat, denn alleine schon wenn ich an das unkraut entfernen denke, habe isch rücken und bin plötzlich mit vieeeeeeel wichtigeren dingen beschäftigt.

ein paar der bekanntesten feind-freund-bilder habe ich hier mal gegenüber gestellt.

da hätten wir zum einen die wühlmauswolfsmilch (euphorbia lathyris). wie es der name vermuten lässt, soll sie vertreibend gegen wühlmäuse wirken. von wegen! die verwandte des weihnachtssterns (euphorbia pulcherrima) lässt sich an allen möglichen und unmöglichen stellen im garten nieder, sonst macht sie nix.

ganz ähnlich sieht es mit dem kreuzkraut (senecio erucifolius) aus. das ist zwar aufgrund seiner ähnlichkeit mit dem geliebten ruccola seit diesem sommer sehr populär, wird aber dennoch nicht geliebt wie das silberblatt (senecio cineraria).

mein unkraut highlight des vergehenden jahres war übrigens der schwarze nachtschatten (solanum nigrum). hätte ich nicht eine seite über nachtschattengewächse aufgesetzt, dann wäre mir der giftzwerg wohl nicht weiter aufgefallen. während unsere tomaten von der braunfäule dahingerafft wurden, hat er sich munter im garten ausgebreitet …

… da pflegt phytophthora infestans wohl andere feindschaften wie als ich.

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