wir hatten “besuch”

eigentlich wollte ich heute ja ein nettes kleines artikelchen schreiben, was derzeit im gärtchen so alles spriesst, bzw. die vergangenen mehr wie als frostigen wochen nicht überlebt hat. doch da hat man mir einen strich durch die rechnung gemacht, denn: wir hatten “besuch”.

es handelt sich hierbei aber um den besuch, von der eher unerwünschten sorte, der übrigens auch 13 unserer nachbarn “beglückt” hat. was in der mannheimer gartenanlage wohl nichts ungewöhnliches ist, denn vor allem die gärten am rand, wie wir einen haben, scheinen sich während der winterliche nächte enormer beliebtheit zu erfreuen.

eintritt verschafft hat man sich übrigens durch das eintreten der tür. der rahmen hängt jetzt auf halb acht und das teil lässt sich nicht mehr schliessen. und weil das ganze wohl soviel spass gemacht hat, wurden gleich auch noch ein paar glasbausteine eingeschlagen.

entwendet wurde – soweit ich das bis jetzt beurteilen kann – nur unser buddha-wandteppich und eine doppelluftmatratze. tja, der luxus in unserer kleinen datscha hält sich eben in grenzen.

unseren geräteschuppen habe ich bis jetzt nicht für den allersichersten gehalten, aber an seiner tür sind unsere “besucher” gescheitert. hier haben sie wohl zuerst die scheibe eingeschlagen und dann versucht die tür einzutreten. dem abdruck nach zu urteilen, war da wohl ein riese am werk, denn die schuhgrösse würde ich locker auf 46-50 taxieren.

warum man aber an einem schrank, der offen unter der pergola steht, die scheiben einschlagen muss, will sich mir nicht wirklich erschliessen. und das dart nur von der wand reissen und dann nicht mitnehmen otter kaputtelich machen, ist ja irgendwie auch doof. zu den umgetretenen leuchten will ich jetzt mal gar nichts sagen …

selbstverfreilich haben wir das ganze zur anzeige gebracht, aber ob die täter jemals geschnappt werden – naja. und vor zukünftigen “besuchern” werden wir uns wohl auch nicht schützen können.

tiefkühlfisch

so wie unser teich derzeit aussieht, könnte es gut sein, dass wir unsere goldfische und kois im frühjahr zu fischstäbchen verarbeiten müssen. aber etwas positives hat das ganze, denn diese form von tiefkühlfisch erzeugt keine energiekosten …

das grosse zittern

gezittert wird bei uns derzeit nicht nur aufgrund der kälte, sondern auch aus sorge, wie denn unsere pflänzchen den selbst hier in der pfalz ungewöhnlich harten winter überstehen. verwöhnt durch die milden temperaturen der vergangenen jahre, haben wir ja doch einiges gepflanzt, das nicht unbedingt unserer klimazone entspringt.

die schneehöhe im garten beträgt ungefähr 10 cm.

knoblauch
um den im herbst gepflanzten knoblauch müssen wir uns wohl keine sorgen machen, der verträgt die kälte ganz gut.

schusterpalme
wie hingegen meine schusterpalmen (aspidistra) reagieren, wenn sie auftauen, bleibt spannend. darf man der einschlägigen literatur glauben, dann vertragen sie bis zu -20 °c.

echinocereus-triglochidiatus
mehr als ein paar dornenpitzen ist von unserem kleinen grünen kaktus momentan nicht zu sehen. im sommer sieht er übrigens so aus.

opuntia
auch vom feigenkaktus (opuntia humifusa) ist nur wenig zu sehen. der ist aber mehr als kälteerprobt und wird das auch diesmal unbeschadet überstehen. das er während des winters durchhängt, ist ganz normal. mit den ersten wärmenden sonnenstrahlen im frühjahr, richtet er sich dann wieder auf.

olive
das olivenbäumchen hat der cheffe warm eingepackt.

yucca
unsere yucca hat bis jetzt noch jeden winter unbeschadet überlebt, da besteht kein grund zur sorge. ihre blätter sind zur zeit seitlich eingerollt.

walnuss
damit unsere gefiederten freunde nicht hungern müssen, liegen (neben meisenknödel und kollegen) auch immer ein paar walnüsse bereit. die werden übrigens vor allem von meisen sehr gerne genommen.

aepfel
diese äpfel sollen eigentlich das zwitschervieh währen des winters mit vitaminen versorgen, sind aber gefroren, und den vögeleins wohl noch zu hart.

die wege des herrn …

… sind unergründlich, ganz besonders wenn es sich bei diesem herrn um unseren cheffe handelt. hat er unser pfälzer gärtchen doch erst einige wochen zuvor mit einem kontroversen kunstwerk beglückt.

nun hat er wieder zugeschlagen, auf die künstlerisch nur ihm eigene art. auch diese spannend angeordnete installation bietet wieder jede menge spielraum für interpretationen …

… so war mein erster gedanke, das handtuch könnte einen erfrierenden apfelstrudel symbolisieren, der nach dem rettenden, da warmen topf greift.

auch hier gilt: der künstler umhüllt sich mit schweigen.

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