wir können alles (ab) ausser thuja

eine der auflagen, die wir bei der übernahme des mannheimer gartens erhalten haben bestand darin, die thujahecken zu entfernen. da wir die abneigung gegen die sich pappig anfühlenden stinker mit unserem gartenverein teilen, hat uns dies emotional nicht sonderlich berührt.

in unserem garten befanden sich insgesamt vier (!) von diesen hecken, mit ca. 20 thujas. die ersten fünf fielen wenige tage später dem teich zum opfer und waren auch relativ leicht zu entfernen. einfach angraben, dagegen treten bis das ding kippt und anschliessend aus der erde ziehen.

gestern haben wir uns nun thujahecke nummero zwei gewidmet und durften feststellen, dass die abneigung wohl auf gegenseitigkeit beruht. denn obwohl die dinger mit ca. 50 zentimetern nicht wirklich tief wurzeln, haben sie sich gewehrt wie eine frau weinhaus, der man ans koks will.

das procedere ging dann so: rundumbuddeln, anheben, wurzeln mit dem beil zerhacken, ziehen, nochmal buddeln, wieder anheben, weitere wurzeln kleinhacken …

was die sache noch erschwerte, war der rückschnitt, mit dem unsere herzallerliebste gartenfreundin margot nicht warten konnte. denn wo nichts ist, kann man auch nicht dagegen treten.

pro thuja gingen so ca. eine bis anderthalb stunden drauf. die vielen kratzer an armen und beinen habe ich noch nicht gezählt. die aktion war übrigens so anstrengend, dass ich freiwillig kohlenhydrate in form von sprite bonbonwasser zu mir genommen habe.

streichelzoo

quasi hier gleich um die ecke befindet sich ein streichelzoo der etwas anderen art, das reptilium in landau. wie am namen unschwer zu erkennen ist, werden dort nur reptilien und amphibien präsentiert. nicht nur für die kurzen (wir hatten gleich 6 im schlepptau) ist der besuch dort ein erlebnis, denn einige der tiere darf man auch befummeln anfassen. so musste sich denn auch eine rokokokröte (bufo paracnemis) meines zärtlichen angriffs erwehren.

mir haben es ja vor allem die amphibien angetan, hatte ich doch jahrelang selbst agakröten (bufo marinus) als haustiere. diese “monster” können über 20 cm gross werden und verspeisen gerne mal eine maus. es sieht dann echt putzig aus, wenn der mäuseschwanz noch für einige minuten aus ihrem maul hängt.

1-3: coloradokröte (bufo alvarius), 4+5: rokokokröte (bufo paracnemis).


pfeilgiftfrosch (dendrobates azureus)

1+2: schlangenhalsschildkröte (chelodina rugosa), 3-5: strahlenschildkröte (astrochelys radiata).


wüstenkrötenechse (phrynosoma platyrhinus)


pakistan agame (laudakia nupta)


nashornleguan (cyclura cornuta)


smaragdeidechse (lacerta bilineata)

krötenlilie blüte

eine unserer beiden krötenlilien hat nun endlich ihre blüten geöffnet und die halten, was der aufkleber auf dem topf versprochen hat. vor allem machen sie lust auf mehr, aus diesem grund ist tricyrtis hirta auf unserem einkaufszettel für 2009 bereits jetzt fest vorgemerkt.

fasan (phasianus colchicus)

seit einigen wochen haben wir im pfälzer gärtchen einen zaungast. denn die bäume hinter dem haus, hat sich ein fasan (phasianus colchicus) zum schlafplatz auserkoren. ihn scheint es auch überhaupt nicht zu stören, wenn wir da abends noch rumsitzen. das geschehen ignoriert er ganz einfach.

meist lässt er sich so gegen 18/19 uhr auf seinem angestammten ast nieder. das er im anmarsch ist, erkennen wir an seinem blechernen gekrähe.

so ein federvieh weckt natürlich begehrlichkeiten. so träumt unser cheffe in der letzten zeit merklich oft von gebratenem fasan …

fasan

eidechsennachwuchs

wenn man derzeit unseren mannheimer schrebrgarten betritt, dann wird man wusselnd begrüsst, denn eine ganze horde eidechsennachwuchs versucht sich in sicherheit zu bringen. grob geschätzt bevölkern derzeit ca. 5-6 adulte und 10 juvenile reptilientierchen unseren garten.

die lieben kleinen sind echt flink und lassen sich überhauptgarnichtgerne fotografieren, die müssen sich noch an den umgang mit uns gewöhnen. beim wachsen kann man ihnen beinahe zuschauen, hatten die meisten vor zwei wochen noch eine grösse von 4 cm, so sind mittlerweile einige mit geschätzten 6-8 cm vertreten.

unser eidechsenhügel scheint ihnen echt zu gefallen, aber sobald man sich ihm nähert, verschwinden sie zwischen den steinen …

“selbstgeklautes schmeckt am besten”

getreu dem motto unserer cheffin, haben wir gestern mal den umliegenden feldern einen “besuch” abgestattet. leider war die ausbeute mit ein paar zwiebeln, etwas mais und einer kleinen sellerie mehr als mager. aber in zwei bis drei wochen dürfte der brokkolie soweit sein, den werden wir dann selbstverfreilich auch “besuchen”.

diese art der nahrungsmittelbeschaffung wird im pfälzer garten übrigens als “stoppeln” bezeichnet und hat eine lange tradition …

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