bergmolch (triturus alpestris)

die artenvielfalt in der mannheimer gartenanlage sellweide erstaunt mich immer wieder. so hat sich doch gestern ein bergmolch (triturus alpestris) in unsere regentonne (!) verirrt. wie die auch unter dem namen alpenmolch bekannte amphibie dort hineingelangte, ist mir ein absolutes rätsel. entdeckt habe ich sie, als ich eine ertrunkene maus entfernte.

bergmolche besiedeln im frühjahr tümpel und teiche um sich zu paaren und ihre eier abzulegen. diese werden einzeln an den blättern von wasserpflanzen befestigt. mit den hinterbeinen klappt das weibchen das blatt um, sodass eine art tasche entsteht, die das ei umhüllt. im gegensatz zu kaulquappen, die sich überwiegend vegetarisch ernähren, stehen die molchlarven nur auf tierische kost, wie z. b. wasserflöhe, mückenlarven otter tubifex.

ist die paarungszeit vorrüber, dann verlassen die erwachsenen bergmolche das wasser und leben an land. sie sind nun nachtaktiv und benötigen eine feuchte umgebung, damit ihre haut nicht austrocknet. um ihre nahrung als solche erkennen, muss sie sich bewegen.

bergmolche zählen zwar nicht zu den gefährdeten tierarten, sind jedoch geschützt.

nach seinem kleinen ausflug in unsere regentonne, habe ich triturus alpestris in den teich verfrachtet. bei 30 grad im schatten wäre er an land in wenigen minuten ausgetrocknet. so konnte er sich dann im schutze der nacht vom acker machen.

es handelt sich hier übrigens um ein männliches tier, zu erkennen an den punkten am schwanz. während der paarungszeit sind die männchen auf dem rücken blau-grau gefärbt, die seiten sind weiss und mit schwarzen punkten überzogen. weibliche bergmolche sind etwas unscheinbarer, ihre rückenfärbung ist braun, mit graugrünen flecken. die unterseite beider geschlechter ist orange.

mausetod

keine ahnung wie es die kleine maus in unsere regentonne geschafft hat – lernen konnte sie daraus jedenfalls nichts (mehr) …

doktorchen unterwegs: brixen im thale (austria)

weil das schrebrgärtnern auf die dauer doch recht anstrengend ist, habe ich mir mal eine woche auszeit bei unseren ösinachbarn gegönnt. entspannen konnte ich ohne internetz und low carb, aber dafür mit viel mehlspeisen im idyllischen brixen im thale.

das brixental liegt in der nähe des prominentenskiorts kitzbühel (“kitzbichl”), wo, wie meine freundin bella immer so gerne behauptet, während des winters auch noch die rostigste badewanne für teuer geld vermietet wird.

untergebracht war ich in der pension isabella, die einer freundin aus jugendtagen gehört. das schmucke häuschen liegt mitten in der pampa, auf ca. 900 m höhe. als direkte nachbarn hat mich eine herde jungbullen mit ihrem glockengebimmel erfreut.

ansonsten habe ich eher wenig fleckvieh zu gesicht bekommen, dafür gab es jedoch auf der nieding-alm ein paar lamas zu bestaunen.

sehr zutraulich und überhaupt nicht kamerascheu präsentierten sich die ziegen, deren weide sich am ortseingang von brixen befindet.

was hingegen ein bisserl nervte, waren die ca. 1,5 cm grossen braunen käfer, die sich mit den ersten sonnenstrahlen in die lüfte erhoben, um dann bevorzugt auf meinem kopf otter auf dem rücken zu landen. das war mir der natur zum anfassen fast ein bisschen zuviel. so war ich auch nicht traurig, als sich eines der käfertiere in einem spinnennetz verfing.

viel mehr sympathie brachte ich da den kaulquappen der erdkröte (bufo bufo) entgegen. die konnten, dann kühler temperatur, in aller ruhe den brixener badesee nach algen absuchen.

fast schon zutraulich waren die zauneidechsen (lacerta agilis), die sich im gärtchen vor der terrasse tummelten.

ganz schön schleimig zu ging es bei den weinbergschnecken (helix pomatia). die kamen bereits nach wenigen regentropfen aus ihren verstecken heraus und liessen sich auch hemmungslos beim liebesspiel ablichten.

keine ahnung ob das der tiroler balkonpflanzentrend für 2008 ist, aber aus vielen blumenkästen und kübeln leuchtete eine mischung aus roten geranien und gelben petunien.

selbstverfreilich gab es im brixener umland auch eine ganze menge wildblumen zu entdecken …

… wie z. b. das gefleckte knabenkraut (dactylorhiza maculata), eine auch bei uns heimische orchideenart …

… oder die rostblättrige alpenrose (rhododendron ferrugineum).

für mich war der aufenthalt in brixen im thale alles in allem sehr erholsam. so manch anderem ist er allerdiedings eher wenig gut bekommen …

zweiundzwanzigpunkt marienkäfer (psyllobora vigintiduopunctata)

derzeit erfreuen wir uns im mannheimer schrebergarten am vermehrten auftreten des zweiundzwanzigpunkt marienkäfers (psyllobora vigintiduopunctata), auch pilz marienkäfer genannt. die gelb-schwarz geflügelten insekten sind überwiegend auf dem garteneibisch zu finden. im gegensatz zum siebenpunkt marienkäfer ernähren sie sich nicht von blattläusen, sondern von mehltau.

die larven des zweiundzwanzigpunkt marienkäfer sind ebenfalls gelb, davon konnten wir noch keine entdecken.

regentropfen

ein sommergewitter sorgt nicht nur für die ersehnte abkühlung, es kann den garten auch in ein glitzermeer verwandeln – wenn sich frau sonne anschliessend wieder blicken lässt.

olivenblüte

besonders üppig verwöhnt uns der olivenbaum (olea europaea) in diesem jahr mit seinen blüten. er wächst seit 2005 in unserem garten und scheint mit dem milden pfälzer klima gut zurechtzukommen. die jahre 2000 bis 2003 durfte er übrigens in meinem wohnzimmer verbringen, was leider eine eher suboptimale angelegenheit war. denn trotz erker und südfenster, war es ihm hier während des winters zu dunkel. und so verlor er nach und nach alle dem fenster abgewandten blätter.

2003 kam er dann im kübel in den garten und wurde im keller überwintert, bis uns die schlepperei schliesslich zu anstrengend wurde und ihn der cheffe eingepflanzt hat. in sachen winterschutz unternehmen wir nichts, lediglich nach dem vorletzten winter durften wir ein paar erfrorene zweige beklagen. den winter 2007/08 hat er ohne schaden überstanden.

der ideale standort des olivenbaums sollte hell und sonnig sein. mein “kleiner” ist jedoch schon seit mehreren jahren auf einem halbschattigen balkon platziert und gedeiht auch dort prächtig.

auf eine üppige olivenernte machen wir uns wenig hoffnung, denn meistens fallen die früchte schon vor dem reifen ab.

saatband – (fast) rückenschmerzenfrei gärtnern

die aussaat von blumen und gemüse kann sich nicht nur zu einer fusselarbeit entwickeln, sondern auch eine tortur für das durch die sitzende tätigkeit verwöhnte belastete rückgrat darstellen. und wenn man wie ich dann auch noch ein bisserl bequem ist …

… aus diesem grund habe ich natürlich sofort zugegriffen, wie als ich diese woche beim discounter sog. saatband entdeckte. hierbei handelt es sich um in papier eingehüllte samen. das aussäen geht auch ganz schnell, einfach eine furche ziehen, das saatband hineinlegen, erde drauf, angiessen und ferdisch.

was mich allerdiedings etwas irritiert, ist die teilweise doch sehr enge platzierung der samen – wir dürfen also gespannt sein.

update 30.06.2008

gute drei wochen später haben sich die radieschen bereits prächtig entwickelt, während der salat wohl noch etwas braucht. vermute mal bis nächste woche reicht es zumindest für einen pflücksalat. die radieschen lassen sich übrigens hervorragend für einen weiss-wurstsalat verwenden.

zimmerpflanzen im garten übersommern

möchte man seine zimmerpflanzen im garten übersommern, dann sollte man sie erst langsam an die direkte sonne gewöhnen – ausser natürlich, es handelt sich um (halb)schattenpflanzen. denn sonst können sie sich einen sonnenbrand einfangen. dies gilt übrigens auch für kakteen und andere sukkulenten.

da das fensterglas einen teil der uv-strahlen ausbremst, ist die lichtintensität im zimmer um einiges geringer als unter freiem himmel.

am besten man platziert die zimmerpflanzen erstmal hell bis halbschattig, mit etwas morgen- und/otter abendsonne. nach ein bis zwei wochen kann man dann beginnen, die pflanzen immer näher in richtung mittagssonne zu rücken. die eingewöhnungszeit ist natürlich abhängig von der art. während ich meine sansevierien bereits nach 1,5 wochen der vollen besonnung aussetzen konnte, war diese zeit für die strelitzia definitiv zu kurz (wie man an den bildern unschwer erkennen kann).

ähnlich verhält es sich auch, wenn die zimmerpflanzen halb- otter schattig überwintert wurden und ans sonnenfenster zurück dürfen.

teichfrosch (rana esculenta)

was amphibien betrifft, so ist unser teich leider noch jungfräulich. ganz anders dagegen geht es ab, im gewässer ein paar gärten weiter. dort kann man derzeit einer symphonie in rana lauschen, denn die teichfrösche (rana esculenta) sind in fortpflanzungslaune.

der teichfrosch wird umgangssprachlich auch als wasserfrosch bezeichnet, was jedoch nur zur hälfte stimmt, denn es handelt sich hierbei um (fortpflanzungsfähige) hybriden aus dem kleinen wasserfrosch (rana ridibunda) und dem seefrosch (rana lessonae).

paarungswillige männchen lassen sich übrigens sehr leicht durch das nachahmen ihrer rufe zum quaken anregen.

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