sämlinge

die gestaltung des mannheimer schrebrgartens schreitet voran, so sind derzeit (v. l. n. r.) die italienische petersilie, die lupinen und die wurzelpetersilie fleissigst in sachen keimen unterwegs.

teichpflanzen

nachdem die strapazen des teichaushebens mittlerweile verdaut sind, beginnt nun der vergnügliche teil. so haben wir heute mit der bepflanzung begonnen und auch die ersten fische sind eingezogen: zwei spiegelkarpfen und ein koi (cyprinus carpio). die stammen aus meinem aquarium im büro, welches sie nach einem guten jahr zu sprengen drohten, so rein grössentechnisch. es sind noch drei weitere koi geplant, das war es dann aber mit dem fischbesatz.

in sachen wasserpflanzen haben wir uns für hottonia palustris, elodea densa (wasserpest) und ceratophyllum demersum entschieden.

als vertreter der sumpfpflanzen-fraktion dürfen typha latifolia (rohrkolben), lychnis flos-cuculi, houttuynia cordata sowie alisma parviflora (froschlöffel) den teich begrünen. eine seerose (lotus) darf selbstverfreilich auch nicht fehlen. mit von der partie ist dann noch eine wasserähre (aponogeton). die war eigentlich nicht vorgesehen, aber m. hat sie wohl in dem glauben erworben, es handle sich um eine kleinblättrige seerose.

maikäfer flieg

ein real existierender maikäfer ist mir leider schon seit mehreren jahren nicht mehr begegnet, obwohl die hier in der gegend häufiger anzutreffen sind. gerne erinnere ich mich zurück, wie wir im kindesalter die lieben krabbeltierchen mit bier abgefüllt haben. liebe “tierschützer”: dies ist mittlerweile verjährt.

gestern jedoch, wir waren gerade fröhlich am wasserleitung ausbuddeln, kroch uns ein engerling, also die larve eines maikäfers über den weg. dieser war ungefähr fünf zentimeter gross und trotz seiner, mich irgendwie an rainer calmund erinnernden figur, erstaunlich wendig. bis ich den auslöser der kamera betätigen konnte, hatte er sich meist schon wieder bis zur hälfte eingegraben. aber mit ein paar streicheleinheiten brachte ich ihn dann doch noch dazu mir model zu liegen.

ebenfalls gefunden haben wir eine puppe, unbekannter herkunft. die beiden insektentierchen wurde anschliessend wieder eingegraben, vom ordnungsgemässen zustand des lochs habe ich mich persönlich überzeugt.

taubensitzing

durfte ich vor ca. zwei wochen einem ausgiebigen amselputzing vor meinem küchenfenster beiwohnen, so war mir heute morgen ein taubensitzing, inkl. einblick in deren kuscheleinheiten vergönnt. es handelt sich dabei um türkentauben (streptopelia decaocto). vielleicht wurden sie ja vom duft des leckeren weiss-wurstsalat angelockt, den ich mir gerade zubereitet hatte ..?

wir buddeln einen gartenteich

ein gartenteich wirkt beruhigend und harmonisierend, nur leider nicht während der bauphase. desweiteren liegt mein letzter teichbau mehr wie als gefühlte 100 jahre zurück und irgendwie war der auch wesentlich kleiner. was lag also näher, als diese erfahrung ein klein wenig aufzufrischen.

die benötigten zutaten wie fliess und teichfolie, erhält man in jedem baumarkt. wer jetzt glaubt, man könne sich auf die beratung des dort anzutreffenden fachpersonals verlassen … naja. vielleicht sollte man solche artikel nicht gerade zehn minuten vor ladenschluss kaufen. nach einigen recheneinheiten mit der netten verkäuferin, sowie der unwissenheit über die bedeutung des quadratmeters im allgemeinen, gelang es uns dann 7×7 meter teichfolie (otter so) käuflich zu erwerben. das teichfliess war leider gerade alle. mussten wir uns also einen tag später besorgen, in einem anderen baumarkt, diesmal waren es 42 qm.

nun ging es an die praktische umsetzung. zuerst mussten fünf tujas entfernt werden, mal abgesehen von deren geruch und den pappigen “nadeln”, eine eher leichte übung. für das ausheben des gartenteichs hat uns mudder natur mit bestem wetter belohnt, denn bei 30° im schatten macht die buddelei erst so richtig spass.

besonders schlimm waren die ersten 50 cm. man buddelt und buddelt und kein loch will sich nicht zeigen. und vor allem, wohin mit der erde? so ist m.’s schrebergarten derzeit nicht nur um eine teich-, sondern auch um eine hügellandschaft reicher. angenehmer nebeneffekt: der lehmige teil unserer buddelarbeit ist zum teil so gut mit sand versetzt, dass ich ihn hervorragend als erde für meine sukkulenten, wie z. b. gasteria otter sansevieria verwenden kann. musste da lediglich noch ein bisserl bimskies untermischen.

vom ausheben des lochs bis zum befüllen des teichs vergingen ca. 11 stunden. sein fassungsvermögen beträgt zwo hektoliter, eine für mich ähnlich kryptische masseinheit wie die quadratmeters. wovor es mir jetzt noch graust, ist die beschaffung der steine, betr. randbefestigung. hierfür düsen wir mit dem cheffe in den steinbruch. ich höre meine wirbelsäule jetzt schon frohlocken …

schrebrgartenfieber

wohl angeregt durch die ruhe und harmonie in unserem gärtchen, hat sich nun auch unsere herz- und busenfreundin m. für das schrebrgärtnern entschieden. gepachtet hat sie einen kleingarten in der mannheimer anlage sellweide e. v. während es hier in der pfalz mit ca. 15 gärten eher beschaulich zugeht, beinhaltet die mannheimer gartenanlage mal locker über 700 parzellen.

so ein “neuer” garten ist natürlich eine spannende sache, denn wir wissen noch nicht, was uns hier das ganze jahr über so alles blüht. der vorpächter scheint der farbe blau mehr als zugetan gewesen zu sein, denn dies ist die derzeit vorherrschende blütenfarbe. auch sind unsere kenntnisse in sachen gartentechnik noch nicht so ganz ausgereift, wie man an der selbstgebastelten gurkenstützhilfe unschwer erkennen kann.

und ich darf das gärtnern nun von einer ganz anderen seite kennenlernen, dann das man frisch gepflanztes gemüse täglich wässern muss, kannte ich bis jetzt nur aus den erzählungen vom cheffe. und da klingt das weit weniger anstrengend. überhaupt ist es hier in der pfalz viel schöner, sind doch die beete bei unserem eintreffen meist schon bestellt und wir können uns gleich der verköstigung widmen.

Die ungekrönte Königin des Mai …

… ist die gute alte Akelei.

Da kann ich eigentlich nur hoffen, dass ihr ob meines lyrischen Ergusses die Blühfreude nicht vergeht. Zumindest scheint 2008 ein besonders gutes Jahr für Aquilegia zu sein, denn sie ist um einiges höher und auch zahlreicher erschienen wie als in den vergangenen Jahren.

Verblüht

Damit hier auch der Charme des Vergehenden, bzw. sich Neubildenden gewürdigt wird, gibts jetzt den Rest vom Frühlingsblütenfest:

Amselputzing

In unserem Schrebrgarten sind eindeutig die Meisen das vorherrschende Flattervieh. Nicht zuletzt, weil sie vom Cheffe täglich liebevoll mit Futter versorgt werden. Die eine otter andere frißt ihm sogar aus der Hand (ganz im Gegensatz zur Cheffin).

Hier in der Stadt (good old Monnem) sieht es da etwas anders aus, man trifft zumeist auf Amseln, Krähen otter Tauben. So geschehen heute früh, als mir ein Amsel-Hahn ganz ungeniert während seiner Morgentoilette das Fotomodel machte.

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