Des Kaisers neue Krone …
… ist derzeit noch in Bearbeitung, zumindest was die neuen Triebe von der im deutschen als Kaiserkrone bekannten Fritillaria imperialis betrifft. Optisch hat sie übrigens mehr zu bieten, als des Kaisers neue Kleider …
… ist derzeit noch in Bearbeitung, zumindest was die neuen Triebe von der im deutschen als Kaiserkrone bekannten Fritillaria imperialis betrifft. Optisch hat sie übrigens mehr zu bieten, als des Kaisers neue Kleider …
Keine Ahnung, warum man den Rhabarber (Rheum rhabarbarum) sprichworttechnisch mit Gelaber verbindet, denn seine neuen Triebe schieben sich ganz still und leise aus dem Boden. An was mich das in dieser Phase erinnert, werde ich jetzt mal nicht zum Besten geben …
Das den Teich vor herbst- und winterlichem Blattfall schützende Netz haben wir mittlerweile entfernt. Nachdem uns jedoch vor zwei Jahren der Teich vom Graureiher fast leergefischt wurde, hat der Cheffe jetzt eine Hochsicherheitsanlage installiert. Diese besteht aus einigen kaum sichtbaren Stolperseilen, sowie weit in den Himmel hineinleuchtenden und very glamourösen Blinketeilen. Diese sollen, so hofft der Chef, dem Reihergetier mächtig Angst einjagen und es von unserem Lieblingsgewässer fernhalten.
Also für mein Empfinden ist das kitschige formschöne und elegante Figürchen hinten rechts ja abschreckend genug.
Über ein Jahrzehnt hat sie gute Dienste geleistet, den letzten und nicht besonders strengen Winter hat sie jedoch nicht überlebt. Irgendwas in Sachen Dichtung scheint zu versagen, auf alle Fälle ist die Pumpe (ka)putt. Dies ist zwar kein unlösbares Problem, die Lösung wurde am letzten Samstag jedoch aufgrund des dringendst notwendigen Konsums von ein paar kühlen Blonden vertagt.
Merke: das Grundwasser kann warten, Bier hingegen verliert bei zu langer Lagerung an Aroma.
Zu Weihnachten habe ich mir von der Cheffin und dem Cheffe ein richtig schickes Zimmergewächshaus mit Elektrik-Trick schenken lassen. Da ist echt alles dran, was das gerne verpflanzende Herz höher schlagen läßt. So kann man die Temperatur nicht einfach nur anpassen, sondern auch noch in drei Zeitintervallen einstellen. Hat auch ein ganzes Stück gedauert, bis ich die Sache geblickt habe. Los ging es erstmal mit der Suche nach dem Temperaturfühler. Dieser wurde vom Hersteller nämlich sehr gut in der Zeitschaltuhr versteckt.
So ganz uneigennützig scheinen mir die Gutsten dieses Geschenk jedoch nicht gemacht zu haben, denn bei unserem letzten Treffen hatte ich plötzlich drei Päckchen mit Samen in der Hand: Gemüsepaprika, Cocktail- und Romana-Tomaten. Die Temperatur im Zimmergewächshaus ist auf exakt 25 °C eingestellt, sodass die Keimzeit zwischen drei und fünf Tagen beträgt. Wenn die meisten Samen aufgegangen sind, dann werden die Keimlinge etwas kühler und hell platziert, bei Temperaturen so um die 18 °C.
Der Begriff Elektrik-Trick stammt übrigens aus der 70er Jahre Serie “Catweazle”. Hierbei handelt es sich um einen Zauberer aus dem 11. Jahrhundert, der samt seiner Kröte “Kühlwalda” in unserer Zeit gelandet ist.
Die blaue Plastikbox vorne links beherbergt übrigens Rhipsalis-Samen. Nach mehreren gescheiterten Anzuchtversuchen auf Kakteenerde, habe ich jetzt mal auf Spaghnummoos gesät. In den Anzuchttöpfen hinten sind Paprika und Tomaten. Leider nicht zu erkennen ist ein Steckling der Juwelorchidee (Ludisia).
Nein, Misteln (Viscum) sind in unserem Garten nicht zu finden, die Fotos unten entstanden auf den Streuobstwiesen der Mannheimer Reißinsel. Unser Chef würde im Dreieck springen, wäre einer seiner geliebten Obstbäume von Misteln besetzt. Aber warum eigentlich, denn beim genauen Betrachten handelt es sich dabei um ganz aparte Pflänzchen. Der verästelte Wuchs, die weißen Beeren und die kleinen gelben Blüten machen schon was her.
Ok, Misteln schmarotzen ein klein wenig, es handelt sich hierbei um sog. Halbschmarotzer, die einen Teil ihrer Nährstoffe von der Wirtspflanze abzapfen. Aber dafür behalten sie auch das ganze Jahr über ihre Blätter und erfreuen einen im Winter mit ihren Beeren. Verbreitet werden sie übrigens durch Vögel.
Wäre es nicht schön völlig zugewuchert, dann würde ich mir ja mal einen kleinen Apfelbaum ins Wohnzimmer stellen und es mit der Mistel als Zimmerpflanze versuchen.
Sollte sich eines Tages doch mal ein Mistelchen auf einem unserer Bäumchen niederlassen, dann kann dem Cheffe die Hutschnur darüber gefahrlos hochgehen. Es wird ihr nämlich eine blutdrucksenkende Wirkung nachgesagt.
Weißbeerige Mistel (Viscum album)
Ist nicht der kälteste und dunkelste Winter schnell vergessen, sobald sich die ersten Blüten zeigen? Über einen zu kalten Winter durften wir uns heuer noch nicht beklagen, dreimalextremholzklopfing das es dabei bleibt …
Im September 2007 als unscheinbare Knolle gepflanzt, zeigt sich das Frühlingsalpenveilchen (Cyclamen coum) nun in voller Blüte. Mit einem Durchmesser von ca. 2 cm bleiben die Blüten deutlich kleiner als bei Cyclamen persicum, dem “Zimmeralpenveilchen”.
Das wildwachsende Gänseblümchen (Bellis perennis) bildet die ersten Farbtupfer in der Wiese.
Wie in jedem Jahr ganz vorne mit dabei: Schneeglöckchen (Galanthus).
Fast alle unserer Frühlings-Krokusse (Crocus) haben bereits ihre Blüten ausgebildet.
Noch nicht ganz geöffnet, sind die Blüten der Winterlinge (Eranthis hyemalis). Dieses Blütenstadium finde ich eigentlich am schönsten …
Eigentlich hätte das Schneeglöckchen (Galanthus) den Namen Früh-Frühblüher verdient, den meist erfreut es uns schon ab Januar mit seinen kleinen, weißen Blüten. Botanisch betrachtet zählt die Gattung Galanthus mit ihren ca. 15 Arten zur Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae). Die wohl in den meisten Gärten kultivierte Art dürfte das Kleine Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) sein.
Das natürliche Verbreitungsgebiet des Schneeglöckchen erstreckt sich von Europa bis nach Asien. Es ist geschützt.
Das Schneeglöckchen ist auch mit gefüllten Blüten zu erhalten, es mag lockere, humusreiche Erde, die gleichmässig feucht sein sollte. In unserem Garten hat es einen halbschattigen Standort. Das Schneeglöckchen vermehrt sich von selbst, durch Tochterzwiebeln und Samen. Es zählt zu den Giftpflanzen.