Killerbienen

Die Fetthenne und die Sonnenblumen stehen derzeit in voller Blüte, was zu einer Invasion der Killerbienen führte. Ein derart massiges Auftreten der fleissigen Honigsammlerinnen konnte ich in unserem Garten noch nie beobachten. Sind eigentlich ganz nette Mädels, die auch schön artig stillhalten wenn man sich mit der Kamera nähert. Was mir an den Bienen sehr gut gefällt ist, dass sie ihre Kerle nach getaner Arbeit vor die Türe setzen. Ein sehr fortschrittliches Sozialverhalten …

Killertomaten

In diesem Jahr haben wir uns mal an alten Tomatensorten versucht, u. a. Tomate Andine Cornue, Tomate Prune Noire und die dickfrüchtige Big Rainbow. Das Ergebniss sind echte Killertomaten. Noch spannender als die ausladende Größe ist jedoch der Geschmack. Die Big Rainbow schmeckt irgendwie überhaupt nicht tomatig, sondern eher fruchtig und süß. Auf den ersten Biß ist dies schon leicht irritierend, dann kommt es aber echt lecker. Etwas enttäuschtend finde ich die Prune Noire (letztes Foto), die ist geschmacklich zwar ok, aber sehr mehlig. Da zaubert uns die Cheffin dann ein nettes Tomatensösschen draus.

Trunkelbeere, Rauschbeere (Vaccinium uliginosum)

Was sich sonst für gewöhnlich in unserem Garten breit macht, hat es letzte Woche ins Erzgebirge in der Tschechischen Republik verschlagen. Dort liegen nicht nur die Ursprünge vom Chef und der Cheffin, es ist auch ein hübsches Fleckchen Erde. In Sachen Klima einiges rauher als wir es aus der Pfalz gewöhnt sind, dafür sehen die Wälder dort noch nach Wald aus. Und mit etwas Glück landet man in einer Absteige mit puffig pinken Chiffonvorhängen und Etagentoilette.

Ich war diesmal nicht mit von der Partie, schliesslich muß ich hier ja bloggen bis die Zucchini platzt. So wurde mir dann gestern abend ganz stolz die sogenannte Trunkelbeere (Vaccinium uliginosum) präsentiert. Gefunden haben sie die “Kinder” in einem Hochmoor und nach Hörensagen sollen die Beeren eine berauschende Wirkung haben. Mein Einwand, es würde sich dabei um ordinäre Heidelbeeren handeln fand keinen Anklang. Sie zählen jedoch zur Gattung der Heidelbeeren, also hatten wir alle recht.

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Ob der berauschenden Wirkung der Trunkelbeeren habe ich heute mal gegurgelt und fand Kopfschmerzen, Schwindelgefühl und Erbrechen. Da warte ich dann doch lieber bis unser Mirabellenschnaps soweit ist …

Pflaumenkuchen

Wenn unser Tantchen (70+) sich nicht gerade Splattermovies oder Horrorromane reinzieht, bzw. als Model arbeitet, dann kann sie durchaus mal einen leckerlichen Pflaumenkuchen zaubern. Mit dem Pflaumen ernten hat sie es dagegen weniger, dafür engagiert sie lieber was junges und knackiges.

Pflaumen haben wir derzeit satt, der Cheffin sind schon die Einmachgläser ausgegangen …

Den besonderen Pepp erhält Tantchens Pflaumenkuchen übrigens durch die Streusel. Mir schmeckt er ja am besten, wenn der Mürbeteigboden so richtig mit dem Pflaumensaft durchtränkt ist. Wenn es dann noch ein Altes Pflümli dazu gibt, ist mein Tag perfekt.

Weisse Fliege (Trialeurodes vaporariorum)

Die Weisse Fliege (Trialeurodes vaporariorum) ist nicht wirklich eine Fliege, sondern zählt zu den Schildläusen. Derzeit bevölkert sie in grosser Zahl unseren Grünkohl. Da ist der Chef dann auch gleich mal mit der chemischen Keule drüber gegangen, die Viecher scheinen aber ziemlich resistent zu sein.

Sieht auf alle Fälle lustig aus, wenn man ein Kohlblatt berührt, dann flattern diese Plagegeister wie die Wilden. Die Weisse Fliege ist ungefähr 1,5 mm gross und scheint wohl frostempfindlich zu sein. Was ihr vermehrtes Auftreten nach dem letzten, ja äusserst milden Winter vielleicht erklärt.

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Trialeurodes vaporariorum an der Unterseite eines Grünkohlblatts

Freilandalpenveilchen

Dieses putzige Gewächs habe ich im Supermarkt als Freilandalpenveilchen erstanden, dies sagt zumindest der Aufkleber am Topf. So ganz traue ich der Sache ja nicht, habe es jedoch mal schön schattelich unter dem Garteneibisch gepflanzt, in direkter Nachbarschaft zu unserem Herbst-Alpenveilchen. Letzeres präsentierte uns in diesem Jahr lediglich eine Blüte, Blätter sind bis jetzt noch nicht zu sehen.

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Roter Fingerhut (Digitalis purpurea)

Der Roter Fingerhut (Digitalis purpurea) fand erst in diesem Jahr Einzug in unseren Garten. Er kann bis zu über einem Meter hoch werden und ist zweijährig. Bei uns steht er vollsonnig. Der Rote Fingerhut ist eine Giftpflanze und vermehrt sich durch Selbstaussaat.

Sonnenblume (Helianthus annuus)

Die Sonnenblume (Helianthus annuus) ist, nicht nur aufgrund ihrer Größe, die Königin unter den Gartenblumen. Ihre Blüten strahlen durch den ganzen Garten und sind eine wahre Pracht. Manche Exemplare können eine Größe von über 2 Metern erreichen, es gibt jedoch auch kleinbleibende Sorten, zum Teil auch mit gefüllten Blüten.

Um die Aussaat muss man sich nicht kümmern, es reicht wenn den Vögeln während des Winters sonnenblumenkernhaltiges Vogelfutter angeboten wird. Im darauffolgenden Sommer spriessen sie dann an allen Ecken und Enden.

Die Sonnenblume ist eine einjährige Pflanze, ihre Blütezeit liegt zwischen Juli und September, der Standort sollte vollsonnig sein.

Fruchtaufstrich ohne Kochen

Da unser Pflaumenbaum dieses Jahr Früchte trägt das sich die Äste biegen, habe auch ich mich mal in die Verwertungskette eingeklinkt und einen Fruchtaufstrich gezaubert. Zugegeben, meine Fähigkeiten in Sachen süße Küche sind mehr als dürftig, aber mit dem richtigen Produkt ist das durchaus zu bewerkstelligen. Entschieden habe ich mich für Fix & Fruchtig von Südzucker (Werbung ick hör dir schleichen!).

Die Zubereitung ist wirklich einfach, 250 g Früchte waschen und zerkleinern, den Gelierzucker darüber geben und ab damit in den Mixer oder das Ganze mit dem Zauberstab für 45 Sekunden malträtieren. Dieser Fruchtaufstrich ist dann im Kühlschrank für 8 Wochen haltbar. Wenn man ihn für 2 x 2 Minuten in der Mikrowelle erhitzt, hält er sogar noch länger. Die Konsistenz ist direkt nach der Herstellung noch etwas flüssig, dies gibt sich aber nach ein paar Stunden im Kühlschrank.

Da mir die Variante mit den 250 g Pflaumen doch etwas zu süß war, habe ich es auch einmal mit 300 g Früchten probiert, dann hat es gepasst. Vermutlich geht dies aber auf Kosten der Haltbarkeitsdauer, da die Konservierung ja durch den Zucker erfolgt.

Hauswurz (Sempervivum tectorum)

Eine Pflanze, die in keinem Steingarten fehlen darf: der Hauswurz (Sempervivum tectorum). Man kann ihn sogar direkt auf Steinen oder einer Mauer kultivieren. Der Hauwurz benötigt einen gut wasserdurchlässigen Boden, am besten mit etwas Sand. Er ist in vielen Größen und Farbvariationen zu erhalten, so z. B. auch mit dunkelroten Blättern. Der Standort sollte vollsonnig sein, Staunässe wird nicht vertragen. Ist er zu dunkel platziert, dann strebt er nach dem Licht und bildet unschöne Stämme (siehe letztes Bild).

Der Hauswurz lässt sich sehr einfach durch die Abnahme von Tochterrosetten vermehren. Die Blütezeit liegt zwischen Juni und August, nach der Blüte stirbt die entsprechende Rosette ab.

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