Neuzugänge fürs Steingärtchen

Nachdem der Chef letzte Woche im Schweiße seines Angesichts unser Steingärtchen vom Unkraut befreit hat, gibts nun eine kleine Belohnung: zwei winterharte Kakteen. Auf dem ersten Bild zu sehen ist ein Echinocereus trigloch und auf dem zweiten eine Opuntia arenaria (damit sich unsere Opuntia humifusa nicht so allein fühlt). Die bleiben aber vorerst mal im Topf und erhalten einen Winterschutz, da es sich dabei um Jungpflanzen handelt und ich sie eben erst eingetopft habe. Erhalten habe ich sie nämlich per Post und ohne Erde.

Den restlichen Abend werde ich nun damit verbringen, mir die Stacheln aus den Fingern zu ziehen, da habe ich mir nämlich beim Eintopfen eine ganze Menge von zugezogen. Aber wenn sie dann wirklich im nächsten Jahr ganz liebelich gelb und pink blühen sollten, war es die Mühe und Schmerzen wert.

Die Lupinensetzlinge sind gepflanzt

Nun haben endlich auch die Lupinensetzlinge ihren Weg in unseren Garten gefunden, genauer gesagt ins Steingärtchen. Ausgesäat haben wir sie relativ spät, erst Anfang Juli, sodass mit einer Blüte in diesem Jahr eher nicht mehr zu rechnen ist. Ausser die Klimaerwärmung sollte es ganz besonders gut mit den kleinen Lupinen meinen.

Tomate des Monats

Eigentlich dachte ich ja, diese Tomate hätte ein Mamakarzinom. Beim näheren Betrachten assoziierte ich dann jedoch mehr einen Enddarm bei beginnender Entleerung. Was auch immer dieses arme Tomätchen so verunstaltet, den Titel Tomate des Monats hat sie sich damit redlich verdient.

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Pflaumen

Über zuwenig Pflaumen können wir uns in diesem Jahr wahrlich nicht beklagen. Die süssen Dinger sind zwar etwas kleiner als letztes Jahr, dafür hängt unser Pflaumenbäumchen jedoch brechend voll. Der Chef musste einzelne Äste sogar stützen. Pflaumen enthalten übrigens u. a. Natrium, Kalium, Calcium, Phosphor, Magnesium, sowie die Vitamine A, E, B1, B2, E und C.

Derzeit schmecken unsere Pflaumen noch leicht säuerlich, wenn Frau Sonne mitspielt, dann dürften sie wohl in zwei Wochen soweit sein. Das passende Konzept wie ich mich auch in diesem Jahr vor der Erntehilfe drücke, habe ich selbstverfreilich bereits erarbeitet. Kurz bevor der erste Pflaumenkuchen aus dem Ofen kommt, stehe ich dann wieder auf der Matte.

Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima)

Einen Teil unserer Zimerpflanzen übersommern bei uns im Garten, so auch der Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima). Er zählt zu den Wolfsmilchgewächsen und ist u. a. mit euphorbia lathyris verwandt. Der Pflanzensaft des Weihnachtssterns ist giftig, hier ist also Vorsicht angesagt.

Euphorbia pulcherrima steht bei uns halbschattig, unter dem Kirschbaum. Man sollte ihn gleichmässig feucht halten jedoch nicht naß. Die roten Blätter sind übrigens keine Blüten, sondern sog. Hochblätter in deren Mitte die kleinen Blüten sitzen. Möchte man den Weihnachtsstern erneut zum Ausbilden von Blüten und gefärbten Hochblättern anregen, so benötigt er ab ca. Oktober eine Kurztagsperiode. Er sollte dann für ungefähr acht Wochen nur ungefähr zehn Stunden pro Tag am Licht stehen.

Den Weihnachtsstern gibt es auch noch mit orangen, grünen, gelben oder weißen Hochblättern und in unterschiedlichen Größen.

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Mirabellenschnaps

In diesem Jahr haben wir uns entschlossen, mal wieder einen Mirabellenschnaps anzusetzen. Den letzten gabs vor zwei Jahren und, was soll ich sagen, viel ist davon nicht mehr übrig.

Die Mirabellen müssen jetzt erstmal ein paar Wochen gären, Hefe kommt auch hinzu, dann bringt sie der Chef in die Brennerei, schließlich muß das ganze ja nach Recht und Gesetz versteuert werden. Anschließend darf der Mirabellenbrand noch reifen, dafür steht ihm der Keller zur Verfügung. Irgendwie faselte der Chef gestern was von einem Doppelbrand, keine Ahnung was das ist, klingt aber lecker.

Unseren ersten Mirabellenschnaps haben wir bereits vor mehr als 10 Jahren brennen lassen und eine Flasche davon wurde wegen der besonders guten Reife im Garten verbuddelt. Gefunden haben wir sie niemals nicht mehr, über ihren Verbleib gibt es verschiedene Theorien. Eine besagt, sie schlummert noch unter unserer Datscha.

Schwebefliege (Syrphidae)

Den Namen Schwebefliege verdankt dieses putzige Fliegentierchen ihrer Fähigkeit an einer Stelle in der Luft quasi stehen zu bleiben. Ihre Optik orientiert sich ein klein wenig an der von Wespen oder Bienen (je nach Art), sodass sie für potenzielle Feinde gefährlicher wirken. Dies nennt man Mimikry. Sie sind jedoch harmlose Fliegen, die sich gerne an z. B. Doldenblütlern (Scharfgarbe und Co.) laben.

Schön ist sie nicht, aber …

… unsere einzige real gereifte Aprikose. Geschmacklich war sie jedoch ganz ok.

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